Mit diesem neuen System gibt es in jedem politischen Bezirk dreißig Repräsentanten mit Fachkompetenz. Diese haben zwar keinerlei offizielle Kompetenz, dafür stellen sie die Verbindung zum Volk dar. Fazit: Ihre Macht wird deshalb nicht unerheblich sein, denn in ihrer Hand liegt der Weiterverbleib von Ministern in deren Ämtern. Allerdings können sie über Nacht vom Volk ausgetauscht werden.
In der Praxis werden die Repräsentanten natürlich auch verschiedenen politischen Lagern und Parteien angehören, wodurch die Parteien auch Einfluss in die Regierung haben. Allerdings wird es für die Parteien unmöglich, im Zuge von Parlamentswahlen die Regierung zu verändern. Oder umgekehrt, haben Wahlen in der Exekutive, Judikative und Monetative keinen Einfluss auf die Arbeit des Parlamentes.
Zusammen mit den Ministern der Exekutive und dem Justizminister bilden die Minister der Monetative die Regierung. Diese Regierung bildet in der Praxis jedoch keine Einheit mehr, ein Ministerrat ist deshalb nicht mehr unbedingt nötig.
Im Fazit wird das neue System das Parlament erheblich stärken. Speziell in den Fragestunden, bei denen die Minister, Rede und Antwort stehen müssen, oder bei Untersuchungsausschüssen werden Misstände wesentlich schneller aufgedeckt als bisher, weil der Rückhalt im Parlament geringer ist.
Die Vertrauensfrage stellt sich dann jedoch nicht mehr, denn das Parlament ist dafür nicht mehr zuständig. Der öffentliche Druck, bei einer Verfehlung eines Ministers, wird jedoch sofort genügend Repräsentanten hinwegfegen, sodass es augenblicklich zu Neuwahlen in der betreffenden Staatsgewalt kommt. Denkbar wäre auch, dass die Mehrheit der Repräsentanten von sich aus eine Neuwahl erzwingen können.
Neue Gesetze werden auch in Zukunft meist von den Ministerien erarbeitet, diese Entwürfe sind jedoch bei Weitem nicht so einfach durch die Legislative zu bringen, wie das zur Zeit der Fall ist.
Da es weder Kanzler noch Vizekanzler gibt, haben einzelne Minister mehr Macht und Verantwortung. Sie können diese auch nicht mehr abwälzen.
Beispiel: Im derzeitigen Rechtsrahmen der EU wird der Finanzminister mehr Macht bei österreichischen Entscheidungen erhalten, denn er repräsentiert in allen Finanzangelegenheiten die österreichische Republik. Das zeigt auch die mangelnde Gewaltentrennung in der EU auf. Dort werden eben legislative Fragen vorwiegend von den Regierungsvertretern und der Kommission geregelt. Das EU-Parlament hat immer noch keine legislative Oberhoheit.