Seit Österreich der Europäischen Union beigetreten ist, sind Reformen der politischen Strukturen überfällig.
Man weiß dies seit Jahren, doch es scheitert immer an der Umsetzung. Auch Politiker sind für Reformen, jedoch erst, wenn sie nicht mehr persönlich betroffen sind. Diese politische Einstellung führt zu einer Verschiebung der notwendigen Reformen in eine immer neue Zukunft.
Man braucht deshalb einen Fahrplan, welcher in etwa 20 Jahre für den Abschluss der Reform vorsieht. Mit ersten Schritten sollte jedoch sofort begonnen werden.
Nach etwa 10 Jahren der Reform sollte die Reform der untersten Ebene abgeschlossen sein. Die kleinen Strukturen der Gemeinden haben dann keine politische Funktion mehr.
Man braucht dazu keinerlei Gemeinden zusammenlegen. Alle Gemeinden bleiben bestehen, genau wie einst die Dörfer geblieben sind, als die politische Macht an eine zentralere Gemeinde abgegeben wurde. Kulturell gibt es die Dörfer, genau wie in Zukunft die Gemeinden.
Bezirksräte in ländlichen Gebieten sind dann gewählte Funktionen. Die Kompetenzen der Gemeinden sind alle an den Bezirk gewandert. Dies betrifft auch jegliches Eigentum, sowie Einrichtungen und Institutionen mit allen Angestellten. Nicht notwendige Strukturen werden verkauft oder geschlossen. Vormalige Gemeindeämter werden je nach Bedarf von der Bezirksebene weiter benutzt, auch Bezirksräte können durchaus Büros dezentral nutzen.
Auch Kompetenzen vom Land wandern an die Bezirke, ganz nach subsidiarischen Grundsätzen.
Am Ende der 20 Jahre sind alle verbliebenen Kompetenzen der Länder an die Ministerien des Bundes gewandert. Auch die kulturelle Eigenschaft der Länder bleibt bestehen, die politischen Ebenen sind jedoch nur mehr die 95 Bezirke und der Staat. Ehemalige Bürgermeister finden sich als Bezirksräte oder auch Bezirksvorstand wieder. Ehemalige Landesspitzen finden sich im Parlament zusammen.
Der lange Zeitraum scheint mir notwendig zu sein, denn es sind jede Menge Arbeitsplätze von Beamten abzubauen, dies erfordert lange Übergangszeiträume.