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- Anmerkung des Autors
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Alle Texte auf diesen Seiten, auch die Texte meiner Bücher, sind nicht so einfach zu lesen, wie man dies bei üblichen Sachtexten gewohnt ist. Dies wird mir immer wieder mitgeteilt. Dies liegt meines Erachtens an der Kunst der Information.
- Die Kunst der Information
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Sachliche Information wird heute nicht so gelesen, wie die Belletristik, also Romane und ähnliches. Beim Roman entsteht immer ein geistiges Bild, eine Geschichte in der Phantasie, die den Leser fesselt. Geschieht dies nicht, legt man das Buch weg, man liest nicht weiter, genau wie man sich einen Film nicht fertig ansieht, wenn er uninteressant ist.
Jede Kunst bringt etwas in die Gegenwart, z.B. ein neues Musikstück, der Künstler bringt es sozusagen ans Licht. Durch die Aufnahme auf einen Tonträger lässt sich dies jederzeit wiederholen. Ein Interpret kann das Lied jedoch nicht nur wiederholen, sondern er kann es auch wieder holen.
Das ist ein Riesenunterschied!
Der Interpret ist damit auch wieder ein Künstler. Derjenige, der es nur abspielt ist hingegen nur ein Gerät, wie ein Computer oder Tonband. Gerade im Bereich der Musik ist das echte wieder holen oft schwieriger, als das erstmalige Holen.
Bei Sachinformation ist dies nicht mehr so. Durch unser Bildungssystem wird man von der Grundschule aufwärts, darauf trainiert, nur ein Gerät zu sein. Man wiederholt ständig Dinge, die man eigentlich gar nicht wissen will. Man macht das, um eine gute Schulnote zu bekommen, oder weil man seine Mutter liebt und ihr eine Freude machen will. Man wird ständig dazu angehalten, besser zu sein, als andere, das Konkurrenzprinzip wird uns richtiggehend eingeimpft. Der Mensch wird, von Kindheit an, konditioniert, kein Künstler zu sein.
Ich mache dieses Spiel ganz bewußt nicht mit!
Wollen Sie meine Texte wirklich verstehen, müssen Sie sich umstellen. Werden Sie wieder Künstler und holen Sie es erneut. Jeder ist dazu fähig.
Ich habe diese Seiten so gestaltet, dass man auftauchende Fragen sofort aufklappen kann, um Hilfe beim weiteren Denken zu erhalten. Lesen Sie erst weiter, wenn Sie das Gelesene wirklich begriffen haben, es selbst, durch eigene Gedankenkraft geholt haben.
Aus diesem Grund zitiere ich auch ganz selten die Quellen meiner Erkenntnisse. Ich akzeptiere auch keine Kritiken, die als Begründung einen „Experten“, dem man glaubt, anführen. Sehr gern habe ich jedoch Kritik, die aus dem eigenen Geist kommt, auch wenn sie noch so banal ist.

Humanes Geld – Das neue Geldsystem
Humanes Geld ist der erste Schritt, um die menschliche Zivilisation behutsam aus der Konkurrenzgesellschaft zu führen. Langfristig kann der Planet Erde nur überleben, indem der Mensch in eine Kooperationsgesellschaft wechselt. Schon 7 Milliarden Menschen mit Konkurrenzverhalten sind ein hartes Problem für den Planeten. 20 Milliarden Menschen würden mit diesem Verhalten die Erde in wenigen Jahren zerstören.
Humanes Geld ermöglicht erstmals das Auf- und Abwerten verschieden starker Volkswirtschaften, auch wenn sie die gleiche Währung benutzen. Möglich wird dies durch den so genannten „Humanwert“. Bei diesem System schwanken nicht mehr die Preise, sondern dieser Humanwert. Die Arbeit der Zentralbank besteht im Wesentlichen darin, die Preisschwankungen auf den Humanwert zu verlagern.
Das humane Geldsystem beendet die private Geldschöpfung. Die meisten Menschen werden diesen Schritt nicht bemerken, denn sie glauben ohnehin, Geld würde in den nationalen Zentralbanken erzeugt.
Das ganze Interview auf Youtube.
- Wie wird die private Geldschöpfung beendet?
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Durch einen Parlamentsbeschluss. Das Bankengesetz wird geändert. Die sogenannte „Mindestdeckung“ wird auf 100% hinauf gesetzt. Das bedeutet, die privaten Geschäftsbanken müssen immer 100% des Geldes, das sie verleihen, bereits in der Bankbilanz haben.
Die Geldschöpfung durch Bilanzverlängerung ist damit beendet. Es gibt dann keine Verlängerung, bzw. Verkürzung der Bankbilanz durch Kreditvergaben oder Kreditrückzahlungen mehr.
- Werden die Banken dann zahlungsunfähig?
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Einige wahrscheinlich schon. Bei diesem Vorgang erhalten ja die Banken Kredite von der Zentralbank. Gesunde Banken können diese Kredite auch zurückzahlen.
Es gibt ein Video, das als Aprilscherz konzipiert wurde. Es zeigt ein mögliches Szenario im heutigen Griechenland:
https://www.youtube.com/watch?v=OUwlrzwrtE0 - Wie hoch ist Mindestdeckung heute?
- Bei uns ist die Mindestdeckung 2%. In Großbritannien ist sie 0%. In den USA war sie früher 8%, jetzt ist sie 10%.
- Wie können die Banken dann ihre Bilanz verlängern?
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Hauptsächlich durch Kredite von der Zentralbank. Aber auch durch Einlagen der Bankkunden, sei es in Giro- oder in Sparkonten. Und auch durch die Gewinne, die sie aus dem laufenden Betrieb erwirtschaften.
- Zahlt die Bank Zinsen für den Kredit bei der Zentralbank?
- Ja. Das ist der Leitzins.
- Wer prüft dann, was die Banken mit dem Zentralbankgeld machen?
- Genau wie heute, die FMA, die Finanzmarktaufsicht. Im HGS braucht sie jedoch nicht mehr ins Bankinstitut fahren, denn dann hat sie volle Einsicht über das Computernetzwerk.
- Dürfen die Banken dann noch mit dem Leitzinsgeld zocken?
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Sie dürfen alles machen, was das Gesetz erlaubt. Es ist Sache der Parlamente, den Rahmen für erlaubte Bankgeschäfte festzulegen.
Das HGS verändert nur das Notwendigste. Es belässt so viel als möglich von den heutigen Praktiken. Darum ist es der erste Schritt in ein modernes System.
Das Finanzwesen baut im Großen und Ganzen auf ein Betrugssystem aus dem Mittelalter auf. Die Grundstruktur hat sich über die Jahrhunderte nicht verändert, darum ist dieser Schritt so wichtig.
Die Geldschöpfung aus der privaten Finanzwirtschaft in die staatliche Zentralbank zurück zu holen ist ein gewaltiger Schritt. Die heutigen Machthaber in den Finanzzentren werden sich mit allen Mitteln wehren.

- Der Betrug wird also nur verstaatlicht?
- Würde man nur die Mindestdeckung auf 100% erhöhen, wäre es so. Erst die Mechanismen der neuen Geldschöpfung beenden den Betrug. Diese Mechanismen binden die Geldmenge, in erster Linie, an das BIP. Erst in zweiter Linie bestimmen die Kredite, also die Schulden, die Geldmenge, indem sie den sogenannten „Basiszeitraum“ verändern.
- Wie entstand eigentlich dieser Betrug?
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Um das zu begreifen muss man das Wesen des Geldes verstehen. Und um das Wesen des Geldes zu begreifen, muss man die Geschichte des Geldes kennen.
- Anmerkung zur Geschichte im Allgemeinen.
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Heutige Historiker sind vor allem eines. Kriegsberichterstatter. Und in zweiter Linie lernen und lehren sie die Geschichte der Oberschicht der gesamten Menschheit.
Die überwiegende Mehrheit der Menschen der Vergangenheit haben jedoch niemals in ihrem Leben einen Vertreter der Oberschicht kennen gelernt. Sie kannten den König, oder den Fürsten, nur aus Erzählungen. Ebenso haben die allermeisten keinerlei Kriegshandlungen erlebt.
Die Geschichte des Geldes ist jedoch eine Geschichte der Mittelschicht. Eine Geschichte über Handel und Wirtschaft. Man muss wirklich viele historische Quellen durchstöbern, um ein ganzheitliches Bild aus dieser Perpektive zu erhalten. Außerdem findet man sehr viele Unterschiede und Gegensätze, sodass dieses Bild niemals ganz korrekt werden kann.

- Die Geschichte des Geldes.
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Mit großer Wahrscheinlichkeit gibt es Papiergeld viel länger, als das in heutigen Geschichtsbüchern gelehrt wird. Voraussetzung für Papiergeld ist die Fertigkeit des Lesens und Schreibens. Alle Beteiligten müssen diese Fähigkeiten besitzen, denn Papiergeld besitzt keinen eigenen Wert. Der Wert entsteht erst durch das Vertrauen auf die schriftlich festgelegten Angaben auf dem Papier. Es sind Verträge, die von allen Beteiligten akzeptiert werden.
Es gab in der Antike nur eine breite Mittelschicht, die diese Fähigkeit besaß. Das hatte jedoch keine wirtschaftlichen Gründe, sondern religiöse. Die Männer der hebräischen Religionen mussten bereits als Kinder Lesen und Schreiben lernen. Der Grund war die Tora. Diese heiligen Schriften zu studieren war religiöse Pflicht jedes männlichen Angehörigen dieser Religionen.
Diese Tradition entstand im antiken Ägypten. Der Pharao Echnaton machte den Eingottglauben zur Staatsreligion. Seine Nachfolger machten dies jedoch wieder rückgängig und die Anhänger der Religion mussten fliehen oder wurden versklavt. Es bildeten sich viele unterschiedliche Ausprägungen dieser Religion. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam. Die heiligen Schriften. Auch heutige Christen und Muslime sind Ableger dieser Religionen.
Es ist eigentlich ein Nebenprodukt dieser Religionen, dass diese Hebräer beim überregionalen Handel Vorteile entwickelten. Der Grund ist ein ganz einfacher. Man benötigt als Kaufmann immer wertvolle Tauschware, um Güter in entfernten Regionen zu kaufen. Das war zumeist Gold und Silber. Dadurch war jeder Kaufmann ein bevorzugtes Ziel von Räubern und Dieben.
Die Hebräer deponierten ihre Wertgegenstände entlang ihrer Handelsrouten bei Glaubensbrüdern des Vertrauens. Auf Reisen nahmen sie nur Verträge mit. Mit diesen Papieren konnte man bei diesen antiken Banken das hinterlegte Gold oder Siber eintauschen. Der Verlust durch räuberische Überfälle betraf dadurch nur die transportierten Güter, nicht jedoch das Vermögen der Kaufleute. Auch die Beschlagnahme von Werten, durch die Obrigkeit, betraf immer nur einen Teil der Vermögenswerte.
Genau wie heute, war auch das Fernhandelssystem der Hebräer weit mehr als nur ein Geldsystem. Ausgehend vom Sicherheitsaspekt entwickelte sich ein Geldwesen, ein Versicherungswesen und eine reduntante Buchhaltung. Redundant bedeutet, dass nach der Zerstörung eines Standortes, die Bücher des Standortes, durch die anderen Banken, wiederhergestellt werden konnten. Außerdem gab es ein Abgabensystem, es waren jede Menge Abgaben zu entrichten, es gab Zinsen als Depotgebühren, Versicherung, Zoll und Steuern. All dies musste schon damals auf die Produkte aufgeschlagen werden.
Schon damals entstand, genau wie heute, eine Vermögenskonzentration bei den Banken, durch den Zinseffekt floß auch damals schon mehr Geld in die Oberschicht als von dort zurückkam. Nicht von ungefähr verbot der Prophet Mohammed den Großteil dieses Systems.
Die hebräischen Kaufleute waren im ganzen antiken Griechenland aktiv. Sie erweiterten ihre Aktivität auch in den Norden, außerhalb des griechischen Machtbereiches. In manchen Gegenden von Europa wurden sie geduldet, andere Gegenden wurden von ihnen gemieden, denn dort wurden sie bald, wegen ihrer Fähigkeiten, beneidet und auch verfolgt.
Viele Hebräer zogen mit den Phöniziern nach Karthago, nachdem die Phönizier die Macht in Palästina verloren hatten. Im Zuge der punischen Kriege kamen Hebräer auch über Spanien und Frankreich nach Europa. Im römischen Reich waren sie, als Vasallen der Feinde, nicht gerne gesehen. Viele Hebräer wichen deshalb auf die Bereiche aus, die nicht unter römischen Einfluss standen. Lange hatten die beiden europäischen Gruppen nur wenig Kontakt.
Der Analphabetismus in der Mittelschicht Europas war bis ins späte Mittelalter üblich. Die Oberschicht Europas arbeitete allerdings immer schon mit den jüdischen Kaufleuten zusammen, diese waren zumeist integriert und wichtiger Bestandteil der Wirtschaft. Man besaß jedoch auch funktionierende regionale Geldsysteme, die den einzelnen Regionen Wohlstand und Frieden bescherten. Unfrieden herrschte nur durch die Politik der Oberschicht. Viele Fürsten mußten immer wieder in den Krieg ziehen, um sich gegen politische Gegner zu wehren. Die Mittelschicht aus bürgerlichen Ständen und Landadel ließ man dabei relativ unbehelligt, denn man brauchte sie zur Versorgung des Hochadels. Die große Schicht der bäuerlichen Landbevölkerung war ohnehin in Leibeigenschaft versklavt, ein Relikt aus der langen römischen Herrschaft.
Vor dem dreißigjährigen Krieg in Europa waren diese regionalen Geldsysteme ausschließlich Münzsysteme. Durch den jährlichen Tausch dieser Kupfermünzen erhielt jeder Fürst die notwendige Steuer zum Erhalt des Fürstentums. Die Gier der Kirchenfürsten und chronischer Geldmangel mancher Fürsten beendete diese, ziemlich lange, gut funktionierenden Systeme. Ein wichtiger Grund war auch das Gold aus Amerika, das den Goldpreis inflationierte. Dies alles führte zur Reformation und Teilung der christlichen Religion und schließlich in den großen Krieg.
Der Begriff „Bank“ wurde erst später ein Begriff des Geldwesens. Erst als das Lesen und Schreiben auch unter anderen Kaufleuten zur Voraussetzung wurde, konnten sie die Vorteile der Hebräer ebenfalls nutzen und schriftliche Abmachungen treffen. Nun waren es Goldschmiede, die als erste Banken fungierten. Und natürlich jüdische Banken, die ihr Geschäft erweiterten. Ohne diese lange Erfahrung wäre diese Entwicklung nicht möglich gewesen.
Diese ersten europäischen Banken verletzten jedoch ganz schnell das Vertrauen, das notwendig ist, um dieses Geschäft langfristig zu betreiben. Sie normierten und entpersonalisierten die Papiere und druckten eine Zahl auf die Scheine. Diese Zahl repräsentierte eine gewisse Menge an Gold, das man mit diesem Schein jederzeit, bei jeder Bank bekam. Erst dadurch entstand der moderne Geldschein.
Der Schutz vor Raub war damit hinfällig, denn jeder bekam für den Schein, den Gegenwert in Gold, auch ein Räuber. Dem neuen Wirtschaftszweig war die hebräische Schutzfunktion des Depotscheines allerdings nicht wichtig, man hatte ganz anderes im Sinn.
Die praktischen Papiere waren leicht zu transportieren und ebenso wertvoll wie Gold. Aber es gab immer nur soviel, wie die Kaufleute an Gold in den Banken deponierten.
Durch die Tatsache, dass nur sehr wenig Gold und Silber auch tatsächlich eingetauscht wurde, beschloss man, mehr Scheine zu erzeugen, als man tatsächlich an Gold und Silber deponiert hatte. Man gab diese Geldscheine als Kredit an die reale Wirtschaft weiter und verlangte dafür Zinsen. Dadurch wurden jedoch die Scheine um genau jenem Betrag weniger wert, als sie mengenmäßig mehr wurden. Ein Wechselkurs zum Gold entstand. Durch den langsamen Informationsfluß wurde dieser Wechselkurs bald zum Spekulationsobjekt. Der Wechselkurs schwankte in den verschiedenen Regionen zeitversetzt.
Früher hatten die Kaufleute Depotgebühren bezahlt, nun musste man ihnen das Risiko abgelten, das durch die Kursschwankung entstand. Sie erhielten nun auch Zinsen für das hinterlegte Gold. Auch Fürstenhäuser waren dadurch gezwungen, ihr Gold in die Banken zu bringen.
Um einen Kredit zu bekommen, mußte ein Kreditnehmer eine Sicherheit hinterlegen. Man druckte dafür auch ein Papier und nannte es Pfandbrief. Das erste Wertpapier. Konnte jemand seinen Kredit nicht mehr zurückzahlen, so mußte der Kreditnehmer dem Besitzer des Pfandbriefes sein verpfändetes Eigentum übergeben.
Das Gold wurde immer unwichtiger. Der Pfandbrief begann die anderen Werte bei weitem zu übertrumpfen. Das Gold verlagerte sich in zentrale Banken der Oberschicht und die Geschäftsbanken hatten nur mehr Pfandbriefe und ähnliche Wertpapiere. Das Recht, für den Geldschein eine gewisse Menge an Gold zu bekommen, geriet in Vergessenheit, es wurde defacto abgeschafft. Man erkannte, dass man es nicht brauchte, denn das System funktionierte auch ohne diese lästige Pflicht. Die Banken erzeugten nun Geld, das sie verliehen, ohne jeglichen Hintergrund.
Das System funktioniert langfristig jedoch nur mit gewissen Einschränkungen. Damit die Banken etwas verdienen, müssen sie Zinsen verlangen. Die gesamte Menge an Pfandbriefen muss immer wachsen. Der Anteil der Pfandbriefe, die nur für die aufgelaufenen Zinsen nötig sind, wird immer höher. In regelmässigen Abständen benötigt dieses System deshalb einen Zusammenbruch, damit es neu gestartet werden kann.
Dies bedeutet jedoch unendliches Leid für breite Bevölkerungsschichten in regelmäßigen Abständen. Außerdem eine gewaltsame Zerstörung von vielen Vermögenswerten, um wieder neu starten zu können. Unsere Nachkommen werden wohl noch lange in ihren Geschichtsbüchern unsere Blödheit zu ergründen versuchen.
Der Betrug in diesem System ist offensichtlich. Er ist allgemein akzeptiert und wird als solcher vehement bestritten. Jene, die dies berufsmäßig betreiben, nennt man Wirtschaftswissenschaftler. Hier schließt sich der Kreis zur Religion, denn es hat heute fast religiösen Charakter. Ein Volkswirt ist gewissermassen der Priester dieser Religion. Bezweifelt er die Alternativlosigkeit zu diesem System, wird er von seinen Kollegen verachtet und aus der Fachwelt ausgeschlossen.
Wirklich durchschaut und publiziert hat das Ganze als erster Silvio Gesell bereits vor hundert Jahren. Wer sich intensiver damit beschäftigen will, sollte sich seine Schriften ansehen. Seine Sprache ist stilmäßig jedoch nicht mehr zeitgemäß. Wolfgang Berger hat deshalb schon einige Bücher publiziert, die das Thema aus heutiger Sicht gut erklären.

Der schon oben erwähnte Humanwert errechnet sich: BIP/Kopf * Basiszeitraum
Die Geldmenge wird durch den so genannten „Basiszeitraum“ immer auf dem gerade notwendigen Niveau gehalten.
Die gesamte Geldmenge einer Volkswirtschaft errechnet sich: Humanwert * Einwohnerzahl
Monatlich gleicht jede Notenbank die vorhandene Geldmenge mit der des Vormonats ab. Je nach Änderung der Wirtschaftskraft (BIP) oder der Einwohnerzahl wird dabei Geld vernichtet oder geschöpft.
Jede Notenbank hat eine definierte Geldmenge als Sicherheitspuffer. Sonstige Sicherheiten, wie etwa Gold, Devisen,etc., gibt es im Humanen Geldsystem nicht.

Unterschreitet die Geldmenge des Puffers ein gewisses Niveau, wird der Basiszeitraum erhöht, sodass das Niveaumittel wieder erreicht wird. Überschreitet die Geldmenge des Puffers die Niveauobergrenze, so wird der Basiszeitraum verkürzt.
Dadurch wird ebenfalls Geld geschöpft, beziehungsweise vernichtet.
Im humanen Geldsystem arbeiten mehrere Automatismen, einer davon ist die Verknüpfung von Basiszeitraum mit der Erbschaftssteuer. Je höher der Basiszeitraum, desto höher wird der Satz für die Erbschaftssteuer.
Ein weiterer Automatismus regelt die Preise. Im Humanen Geldsystem wird ein definierter Warenkorb mittelfristig immer gleich teuer gehalten. Dies wird durch den Leitzins, den Staatszins und der „Basiskaufkraft“ erreicht. Inflation oder Deflation gibt es nicht mehr, es sei denn, die Politik will sich an eine andere Volkswirtschaft anpassen.
Die so genannte Basiskaufkraft stellt eine Mindestsicherung dar. Deren Höhe wird jedoch nicht von sozialen Komponenten bestimmt, sondern von volkswirtschaftlichen Notwendigkeiten. Damit wird die Kaufkraft der schwächeren Bevölkerungsschichten verändert. Sie schwankt, je nach Entwicklung von Median, Humanwert und Preisen.
Auch ein Mindestlohn stellt im Humanen Geldsystem eine zwingende Komponente dar. Er errechnet sich: Basiskaufkraft * 1,8
Dieser Mindestlohn wird auch durch die monatliche Normarbeitszeit dividiert, sodass auch ein Mindeststundenlohn nicht mehr unterschritten werden darf.
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Beim firefox-browser geht das nur, wenn man diese Add-On installiert. (Danach kann man mit der rechten Maustaste kopieren)
2. Eventuell Überschrift des Unterabschnitt kopieren und Einfügen.
3. Beitrag (z.B.Frage) formulieren.
4. Abschicken.
Beispiel eines Leserbeitrag:Braucht die Kooperationsgesellschaft denn noch Geld?
Warum geht das im heutigen System nicht genauso?Weil das Geld sich nicht in staatlicher Kontrolle befindet.
Könnten Sie das bitte etwas genauer erläutern.
Danke.
mfg JörgIst Ihr Beitrag keine Frage, so Schreiben Sie Ihre Meinung, Kritik, Anschauung, etc. und stellen als Titel am besten eine selbst verfasste Frage voran. Dieser Titel kann auch eine normale Überschrift sein, er muss nicht unbedingt als Frage formuliert sein.
Trotz mancher Kritik bleibt diese moderierte Form noch bestehen. Erst wenn es mir zeitlich nicht mehr möglich ist, stelle ich ein übliches Forum dazu.

- Warum nicht gleich?
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Das liegt am Thema.
Und an dem weiter oben schon erwähnten „TINA – There is no alternative“.
- Wie sieht der Regelbetrieb des HGS im Detail aus?
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Wie die meisten geregelten Systeme hat auch das Humane Geldsystem einen Regelzyklus. Weiters einen Bereich der Sensorik und einen Bereich der Motorik.
Der Zyklus ist monatlich. Die Sensorik ist die monatliche Feststellung von BIP, Warenkorbpreis, Einwohnerzahl, Geldmenge und Median. Die Motorik ist das Verändern von Werten durch die Politik.
Humanwert, Basiszeitraum, Geldmenge, Erbschaftssteuer und Basiskaufkraft folgen einem Regelautomatismus. Die Politik kann nur die Formeln zur Berechnung verändern (Zweidrittel-Mehrheit im Parlament notwendig).
Mehrwertsteuersätze, Flexus und Staatszins können vom Parlament mit einfacher Mehrheit verändert werden.
Der Medianus, die Normarbeitszeit und der Leitzins sind die Werte, welche die Regierung verändern kann. Sie hat damit die Macht, sehr schnell dafür zu sorgen, dass:
1. genug Steuern eingenommen werden.
2. genügend Arbeitskräfte zur Verfügung stehen.
3. die Preisentwicklung nach Wunsch läuft.
- Warum auch die Geldmenge? Weiter oben steht doch, sie wird mit der Berechnung des Vormonats abgeglichen.
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Das ist richtig. Trotzdem wird monatlich festgestellt, wieviel an Geld geschöpft oder vernichtet wurde. Für längerfristige Entscheidungen braucht man diese Statistiken.
Nach dem Abgleich müssen jedoch auch die Levelobergrenze und Untergrenze kontrolliert werden, denn dies verändert den Basiszeitraum.
- Braucht man „Level oben“ und „Level unten“ wirklich?
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Nicht unbedingt. Sie dienen nur dem Zweck, die Erbschaftssteuer über längere Zeiträume stabil zu halten. Läßt man sie weg, schwankt der Satz für die Erbschaftssteuer monatlich.
- Ist der Geldpuffer wirklich nötig?
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Dieser Einwand ist auch berechtigt. Er ist in Wahrheit nicht notwendig, denn die wirkliche Sicherheit sind die Vermögenswerte, die durch die Geldmenge repräsentiert werden. Er ist eine subjektive Anlehnung an das alte System. Man könnte ihn völlig weglassen.
Man sollte jedoch in diesem Zusammenhang anmerken, dass das System möglichst verständlich bleiben soll. Aus psychologischen Gründen sollte der Puffer, zumindest anfangs, bestehen bleiben.
- Medianus, Leitzins und Normarbeitszeit. Kann die Regierung die 3 Punkte damit wirklich regeln?
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Anfangs wahrscheinlich nicht. Der erste Staat, der das humane Geld einführt, braucht wahrscheinlich anfangs eine einfache Mehrheit im Parlament für die Optimierung der mathematischen Formeln, die später nur mit einer Zwei-drittel Mehrheit verändert werden dürfen.
Generell ist natürlich in erster Linie das Parlament für das nachhaltige Funktionieren des Systems verantwortlich. Es kann auch Entscheidungen der Regierung durch Gesetze verhindern oder den Rahmen für Entscheidungen beschneiden. Ebenso kann es der Regierung mehr Verantwortlichkeit übertragen.

- Parlamente sind doch nur Abstimmungsapparate der Regierung.
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Darum schlage ich auch einige Reformen der Verfassung vor. Zu finden unter: Was ist eine Volkswirtschaft?
- Wie wird zur Zeit neues Geld erzeugt?
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Geldschöpfung geschieht zur Zeit vorwiegend durch Anleihen und Kredite.
Geld entsteht dadurch aus dem Nichts, durch eine Buchung einer privaten Bank.
Der Terminus „aus dem Nichts“ ist bewußt gewählt. Er ist keine Ungeheuerlichkeit, sondern lange Praxis. Dem „Nichts“ stehen natürlich immer Sicherheiten gegenüber, welche von der Bank zu prüfen sind.
Nun die verschiedenen Vorgänge der Geldschöpfung:- Private Banken erzeugen bei der Vergabe eines Kredites neues Geld durch eine einfache Buchung. Durch die Rückzahlung des Kredites wird dieses Geld wieder vernichtet. Wichtig: Banken holen sich dazu kein Geld von der Nationalbank. Geld von der Zentralbank braucht die Privatbank nur für ihre generelle Mindestdeckung aller Verbindlichkeiten. Dies, und ein Mindestmaß an Eigenkapital, ist notwendig um sogenannte „Streßtests“ zu bestehen.
- Einzelne Staaten emittieren Staatsanleihen. Auch dabei wird in den Banken, die diese Anleihen kaufen, Geld aus dem Nichts geschöpft. Der Vorgang ist ähnlich wie die Giralgeldschöpfung mittels Kredit. Nur erhält hier der Staat das geschöpfte Geld.
- Die EZB kauft Wertpapiere, vorwiegend Staatsanleihen, von privaten Anlegern zurück. Dies geschieht seit 2013 im vermehrten Ausmaß und wird 2015 noch ausgeweitet. Auch dabei wird wieder Geld in Geschäftsbanken aus dem Nichts erzeugt. Dieses neue Geld befindet sich danach bei den Banken, die diese Papiere vorher hatten. Mit dieser Geldpolitik wird massiv die Geldmenge erhöht, um die herrschende Deflation einzudämmen. Allerdings profitiert dabei nur der Bankensektor. Es ist eigentlich ein Diebstahl. Die Bestohlenen sind Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der realen Wirtschaft. Besser wäre es, die Deflation durch höhere Einkommen zu bekämpfen, denn dadurch würde auch die Wirtschaft belebt.
- Bei all diesen Vorgängen wird keinerlei Geld gedruckt. Gedruckte Banknoten machen nur mehr 3% der gesamten Geldmenge aus. Das Drucken von Geldscheinen ist natürlich auch Geldschöpfung, sofern nicht alte Scheine gleichzeitig vernichtet werden. Wegen der geringen Menge hat das jedoch nur mehr geringe Bedeutung.

- Sind dann Staatsanleihen nicht auch Diebstahl an den Arbeitenden?
- Nur teilweise. Der Staat baut auch Straßen und andere Infrastruktur.
- Sollte der Staat seine Schulden nicht senken?
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Das geht leider nicht in unserem Geldsystem. Dadurch würde die Geldmenge sinken. Die Folge wäre eine Deflation und damit ein massiver Verlust an Arbeitsplätzen. (siehe weiter unten: Was ist Geld.)
- Braucht die Kooperationsgesellschaft denn noch Geld?
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Nicht wirklich.
Das Humane Geld schafft auch noch keine Kooperationsgesellschaft. Es ist nur eine gute Möglichkeit, den ersten Schritt zu tun. Es führt die Zivilisation erst mal aus dem Schuldgeldsystem heraus.- Ist das HG nicht auch ein Schuldgeldsystem?
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Es bildet das Schuldgeldmodell noch ab. Es kann, mit Einschränkungen, noch als solches betrieben werden. Darum ist es ja eine so gute Möglichkeit. Je demokratischer ein Staat, desto mehr verlässt er das Schuldgeldsystem. Eine korrupte, oligarchisch dominierte Demokratie kann das System jedoch auch benutzen. Das funktioniert jedoch nicht langfristig, denn das System arbeitet mit Automatismen, die eine Reinigung behutsam vollziehen. Das funktioniert über die Wirtschafts- und Kaufkraft. Korrupte Gesellschaften verlieren an Wirtschaftskraft.
- Wie funktioniert die Abbildung des HG als Schuldgeldsystem?
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Indem die Politik der oligarchen Demokratie den „Level oben“ sehr weit nach oben setzt. Dadurch entsteht der gleiche Effekt, den wir auch heute haben. Die Kredite erhöhen die Geldmenge. Der Basiszeitraum erhöht sich Monat für Monat. Man schiebt den Ausgleich der Anpassung immer weiter hinaus, indem man den „Level oben“ immer wieder nach oben schiebt. Genau das macht auch die USA heute in immer kürzeren Abständen, indem sie den gesetzlichen Höchstwert für Staatsschulden hinaufsetzt.
Nur haben die USA kein Humanes Geldsystem. Sie sitzen in der Falle des heutigen Systems, bei dem sie den Prozess nicht umkehren können. Denn es gibt keinen Basiszeitraum den man verkürzen könnte. Man kann zuviel Geld nur vernichten, indem man Vermögen vernichtet.

- Wie lange kann man das machen?
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Es handelt sich dabei um eine progressive Funktion, das heißt, die Abstände für das Hinaufsetzen werden immer kürzer, bis sie schließlich Null werden. Die mathematische Kurve geht dann senkrecht nach oben.
Die letzten Hinaufsetzungen waren in den USA nur schwer politisch durchzusetzen. Mangels Alternative gelingt es aber dann doch immer wieder, genügend Abgeordnete zu überzeugen. Man hat wieder etwas Zeit auf dem Spielplatz neues zu erfinden, um anderen etwas wegzunehmen. Doch die Zeit läuft erbarmungslos gegen das System. Prognosen sind deshalb so schwierig, weil es vom Handeln der mächtigsten Leute des Planeten abhängt. Entscheiden sie sich für einen Krieg? Vernichten sie ein Unternehmen mit 300.000 Mitarbeitern? Man weiß es nicht.
- Was passiert wenn nichts mehr geht?
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In den USA gibt es Notfallpläne. Hoffentlich auch in Europa.
Ohne Plan bedeutet es eine gewaltige Insolvenzwelle. Dabei sind die Banken das geringste Problem. Die kann man schnell staatlich kontrollieren, sodass die Bankomaten weiter funktionieren. Ein größeres Problem sind die Firmen, die uns mit Lebensmittel und anderen wichtigen Gütern versorgen. Grosse Konzernketten gehen pleite. Sehr rasch entsteht ein riesiges Heer an Arbeitslosen.
Eine Hyperinflation geht dem Zusammenbruch voraus, denn zuerst brechen die Börsen zusammen. Die Wertvernichtung der Wertpapiere treibt die Preise schlagartig nach oben, denn sie waren der größte Posten an Vermögenswerten. Es gibt plötzlich viel zu viel Geld. Danach wird dieses Geld vernichtet durch die Insolvenz von zahllosen Betrieben. Am Ende hat der Dollar nur mehr 20% seines früheren Wertes. Damit sind auch die Staatsschulden nur mehr 20% von vorher.Mit Plan verstaatlicht man die Banken, denn die würden sowieso insolvent. Danach erklärt man 80% der Staatsanleihen für ungültig (Schuldenschnitt). Dann bereinigt man die Schäden die im Finanzwesen entstehen und verkauft dann die Banken wieder. Geschädigt werden Bezieher von Betriebspensionen, Inhaber von Lebensversicherungen und noch viele mehr. Es ist jedoch bei weitem nicht so schlimm, wie ohne Plan.
- Wie kann man das verhindern?
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Indem man vorher auf das humane Geld umsteigt. Dann kann man den Basiszeitraum behutsam immer weiter senken und Geld vernichten. Wertlos gewordene Papiere bewirken ein sofortiges Absenken des Basiszeitraumes. Man kann die Geldmenge jederzeit an das vorhandene Vermögen anpassen, indem man das zuviel gewordene Geld vernichtet.
Der gesamte Prozess findet dann nur in der virtuellen Computerwelt statt. Er wirkt sich nicht auf die reale Wirtschaft aus.
- Warum geht das im heutigen System nicht genauso?
- Weil das Geld sich nicht in staatlicher Kontrolle befindet.
- Besteht die Gefahr, dass die heutigen Machthaber das HG als Tarnung benutzen, aber trotzdem so weiter machen?
- Ja. Genau das sollen sie denken. In Wahrheit ist das HG die Möglichkeit, friedlich, ohne Gesichtsverlust in ein besseres System zu wechseln.
- Welcher Schritt sollte dann nach dem HG folgen?
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Alle, die weiter denken wollen, sollten sich die weltweite Szene der Zukunftsszenarien genauer ansehen. Es gibt dazu jede Menge Information im Internet. Sucht beispielsweise auf Youtube nach „Das Ende des Geldes“
- Ist der Humanwert der Wert eines Menschen?
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Nein. Er gibt nur die durchschnittliche Produktivität eines Menschen über einen gewissen Zeitraum wieder. Dieser Zeitraum erstreckt sich in die Vergangenheit und reicht auch weit in die Zukunft. Je nachhaltiger die Wertschöpfung, desto weiter in die Vergangenheit. Je höher der Verschuldungsgrad, desto weiter in die Zukunft.
- Was ist das BIP?
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Das Bruttoinlandsprodukt eines Staates gibt die Produktivität in einer Volkswirtschaft wieder. Je niedriger die sogenannten Lohnstückkosten, desto höher wird das BIP.
Konkret sind es alle Ausgaben der Bürger für Produkte und Dienstleistungen die für den Endverbraucher bestimmt sind. Das heißt, je mehr der Einzelne sich leisten kann, desto höher wird das BIP/Kopf.
Die Staatsfinanzen haben primär mit dem BIP nichts zu tun. Sie werden nur deshalb oft damit in Verbindung gebracht, weil die Steuereinnahmen vom BIP abhängig sind. So kann man das BIP durch die Einnahmen aus der MwSt ganz leicht überschlagsmäßig errechnen.
- Was ist der Basiszeitraum?
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Dieser so definierte Begriff gilt ausschließlich für das neue humane Geldsystem.
Der Basiszeitraum steigt in einer Volkswirtschaft an, wenn die Geldmenge höher wird.Anfangs errechnet sich der Basiszeitraum aus der vorhandenen Geldmenge und dem BIP/Kopf. Das ergäbe für Deutschland zur Zeit etwa 580-600 Jahre.
Der Basiszeitraum wirkt sich im humanen Geldsystem direkt auf die Erbschaftssteuer aus.
Es genügt, die reichsten 10% der Bevölkerung zu besteuern, damit die Vermögensverteilung nicht aus dem Ruder läuft.Von konservativen Parteien wird immer wieder behauptet, dies würde nur sehr wenig Steuereinnahmen bringen, dies ist, schlicht gesagt, eine glatte Lüge.
Die reichsten 10% besitzen über 70% der gesamten Vermögenswerte, darum ist es in Wahrheit genau umgekehrt. Erbschaftssteuer für die ärmeren 50% der Bevölkerung bringt nur sehr wenig.
Auch das Argument, die Reichen würden ihr Kapital ins Ausland verlagern, ist sehr fadenscheinig, denn dies ist ja nur möglich, weil die Politik von der Elite völlig korrumpiert ist.Ganz konkret geschieht dies, weil es zur Zeit möglich ist, beliebige Vermögenswerte durch Geld flüssig zu machen und anschließend steuerfrei an jede beliebige Stelle des Planeten zu transferieren.
Im humanen Geldsystem bleibt sowohl immobiles Vermögen als auch Geld in der jeweiligen Volkswirtschaft. Nur für mobile Vermögen besteht ein freier Warenverkehr, allerdings mit Diebstahlsicherung (Stichwort: Rohstoffklau durch die Industrie). Geld fließt immer über die Zentralbank und wird dabei konvertiert.
- Was ist eine Volkswirtschaft?
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Im humanen Geldsystem ist eine einzelne Volkswirtschaft eine eigenständige Zelle. Wie natürliche Zellen in der Natur agiert auch eine Volkswirtschaft autonom und arbeitet gleichzeitig mit anderen Zellen eng zusammen.
Innerhalb einer Volkswirtschaft sollte es möglichst keine regionalen Unterschiede der Wirtschaftskraft geben. Darum sollten Staaten bei einer Umstellung auf das Humane System besser das Gebiet in mehrere Teile aufteilen.

- Ist eine Volkswirtschaft ein eigener Staat?
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Rechtlich ja. Eigenständig wie ein heutiger Staat.
Eine Volkswirtschaft sollte jedoch mehr als eigenständiger Wirtschaftsraum gesehen werden.
Zum Beispiel könnte Deutschland drei oder mehr eigene Volkswirtschaften etablieren. Innerhalb einer Volkswirtschaft sollte es nur eine gesetzgebende Körperschaft geben. Darunter sollte am besten auch nur eine Verwaltungsebene bestehen. Dies ist die ideale Konzeption, um Verwaltungskosten so gering als möglich zu halten.

- Wie sollte die Verfassung dann aussehen?
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Verwaltungstechnisch sind die meisten Gemeinden heute zu klein. Es genügt die übergeordnete Ebene(Kreis/Bezirk) zu belassen und alle anderen Ebenen, ebenso wie die Gemeinde einzusparen.
An der Spitze sollte es eine echte Gewaltentrennung geben. Nicht drei, sondern vier Staatsgewalten. Die Monetative wäre die neue Staatsgewalt.
Verschränkungen zwischen den Staatsgewalten sollte es nicht mehr geben. Das heißt, keine Wahl der Regierung durch das Parlament.
Auch der Kanzler ist ein Relikt aus dem monarchistischen Vorbild, genauso wie mehreren Kammern im Parlament. Es genügt eine gesetzgebende Kammer.
Direkt vom Volk sollte nur das Parlament gewählt werden. In den anderen Staatsgewalten sollte repräsentativ gewählt werden.
Jeder einzelne Beamte sollte gewählt sein, alle anderen Bediensteten sollten bei privaten Firmen beschäftigt sein. Die gewählten Beamten vergeben ihre Aufträge an diese Firmen.
In einer demokratischen Republik wird auch der Präsident direkt gewählt. Er ist auch erster Präsident des Parlamentes.
In einer demokratischen Monarchie ist der Monarch der Parlamentspräsident. Ein Mitglied der Familie ist bei jeder Sitzung des Parlaments anwesend.
Der Parlamentspräsident hat nicht die Macht, das Parlament auflösen zu können.

- Sollte man die gewachsene Gemeindestruktur wirklich aufgeben?
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Die kann bleiben. Kulturell braucht sich nichts ändern. Die Politik, das Gemeindeeigentum und die Verwaltung wandert nur eine Ebene höher. Die Bezirksverwaltung kann bestehende Einrichtungen auch weiter benutzen.
Das Gleiche gilt auch für Ebenen oberhalb des Bezirkes. Sinnvolle Teile können in die Bezirke wandern. Anderes zum Bund. Die kulturellen Landesgrenzen können erhalten bleiben.
Es ist wie bei den früheren Dörfern, auch die gibt es noch teilweise, obwohl sie nur mehr kulturelle Bedeutung haben.
- Wie kommt das Beamtenheer in private Firmen?
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Sie wechseln in ihre eigenen Firmen. Die Bediensteten gründen diese Firmen selbst(siehe SAG). Die meisten dieser Firmen werden zur Branche der Personalbereitsteller gehören.
Wichtig dabei:
Für die gewählten Beamten muss es viel strengere Regeln geben, um Korruption zu bekämpfen.
- Wer wählt die Minister und Beamten?
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Die Repräsentanten in den einzelnen Verwaltungsbezirken. Auch hier wird die moderne Technik genutzt. Man wählt ausschließlich über das Internet. Es gibt keinen Wahltermin. Gewählt wird, wenn 30% der Repräsentanten gewechselt haben. Die Wahl beginnt unmittelbar danach und endet 24 Stunden später.
Gewählte benennen nach Amtsantritt 2 Stellvertreter, welche im Falle eines Ausfalles die Amtsgeschäfte übernehmen.
- Wer wählt die Repräsentanten?
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Das Volk im Verwaltungsbezirk. Jeder kann seinen Repräsentanten für die einzelne Staatsgewalt jederzeit austauschen. Auch das geschieht über ein Portal im Internet.
Jeder Verwaltungsbezirk hat, je nach Einwohnerzahl, etwa 30 gewählte Repräsentanten, für jede Staatsgewalt etwa 10. Österreich hätte dann insgesamt etwa 2.850 Repräsentanten.

- Kann jeder Erwachsene Repräsentant werden?
- Ja. Jeder Wahlberechtigte Bürger kann auch Repräsentant werden.
- Kann sich ein Repräsentant selbst wählen?
- Ja. Wird er, wie jeder Politiker, auch tun.
- Kann ein Repräsentant für mehrere Staatsgewalten kandidieren?
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Nein. Auch hier gilt schon die Gewaltentrennung. Er kann auch nicht wechseln. Hat er einmal für eine Gewalt gewählt, darf er nicht mehr wechseln.
Ebenso darf man bei beruflicher Nähe zu einer Staatsgewalt, nur für diese Gewalt kandidieren.
- Wie werden die Repräsentanten entlohnt?
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Repräsentant ist kein Hauptberuf.
Sie bekommen in etwa 10%median für jede Wahlteilnahme als Entschädigung. Kandidieren werden Menschen mit einer Nähe zur Staatsgewalt. Zumeist werden sie dort arbeiten.
- Kann dann ein Richter auch abgewählt werden?
- Ja. Und dies ist auch gut so. Allerdings müssen andere Anwärter zur Verfügung stehen.
- Kann ein gewählter Beamter auch Repräsentant sein?
- Nein.
- Werden die Beamten eines Bezirks auch von allen Repräsentanten gewählt?
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Nein. Nur von denen des Bezirks.
Jeder Beamte der Bezirksverwaltung ist auch einer Staatsgewalt zugeordnet.
Wechseln mindestens 3 von den 10 Repräsentanten der Staatsgewalt im Bezirk, so wählen die Repräsentanten des Bezirks jene Beamten neu, welche der Staatsgewalt zuzuordnen sind.Diese Repräsentanten ersetzen damit die heutigen Gemeinde-, Bezirks und Landesräte. Allerdings nur durch das Wahlrecht. Die anderen Aufgaben übernehmen die gewählten Beamten.

- Was ist wenn ein Repräsentant gewählt wird?
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Darum hat jeder Bürger eine Liste von mindestens 3 Personen für jede Staatsgewalt. Wird der oberste der Liste zum Beamten gewählt, rückt der zweite nach.
Die Bürger können diese Liste jederzeit bearbeiten und umreihen. Nur während einer 24stündigen Wahl ist dies nicht möglich.

- Was ist, wenn jemand die Liste leer läßt?
- Er ist ein Nichtwähler.
- Bilden sich da nicht Bezirksseilschaften?
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Ja, das ist auch heute so. Beispielsweise die Juristen eines Bezirks kennen sich gut. Im neuen System geht jedoch die Reinigung sehr rasch, wenn Mißbräuche ans Tageslicht kommen.
Gerade in den Bezirken werden dann die Repräsentanten über Nacht hinweggefegt.
Gerät beispielsweise ein Polizist unter Korruptionsverdacht, kommt es bereits nach wenigen Tagen zur Wahl und der Polizist verrichtet seinen Dienst bei einer privaten Sicherheitsfirma. Gewählt wird er mit Sicherheit erst wieder, wenn der Verdacht öffentlich ausgeräumt ist.
- Und die Wahl des Parlaments?
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Bleibt im wesentliche gleich wie heute. Nur der Präsident des Parlaments wird direkt gewählt, weil er auch Repräsentant der Volkswirtschaft ist.
Abgeordnete des Parlamentes sollten mit der Umstellung immer ein Gehalt von 100%median beziehen. Damit kommen sie immer aus der Mitte der Gesellschaft.

- Gute Leute sind doch immer teurer, oder?
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Was die sogenannten „Guten Leute“ anstellen, sieht man ja in heutigen Parlamenten.
Die Parlamente der Zukunft sollten vor allem eines tun. Andere beobachten und sich informieren. Findet man irgendwo bessere Ergebnisse, egal in welchem Bereich, sollte man diese Gesetze zu möglichst 100% übernehmen. Langfristig führt dies zu einer weltweiten Harmonisierung der Gesetze.
- Das ist geradezu lächerlich naiv.
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Der Einwand ist völlig berechtigt. Das ganze humane Geld ist zur Zeit völlig naiv.
Es bedarf immer einer großen Katastrophe, damit die Naiven und Selbstlosen zur Reparatur gerufen werden. Nach solchen Ereignissen verkriechen sich die Egoisten für kurze Zeit.
Die Naiven brauchen jedoch einen Plan. Dies ist dieser Plan.
- Gibt es noch Parteipolitik?
- Ja das bleibt. Ein Repräsentant wird in den meisten Fällen auch einer Partei angehören. Das gleiche gilt für Abgeordnete des Parlaments.
- Werden Minister noch angelobt?
- Ja, das ist ein moralischer Formalakt. Der Präsident kann die Angelobung nicht verweigern.
- Warum soll der Staatspräsident oder sogar der König den Parlamentspräsidenten spielen?
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Weil das Parlament in einer Demokratie das höchste Organ ist. Das gebietet der Respekt vor der Demokratie. Es sollte eine Ehre für jeden Monarchen oder Präsidenten sein, dem Parlament vorzusitzen.
Auch das ist ein Relikt von früher. Den Monarchen wurde die Demokratie aufgezwungen, sie konnten jedoch Abstand zum gehassten Parlament halten.

- Sollte man die Monarchie nicht abschaffen?
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Das ist eine politische Entscheidung. Jedes Volk kann das selbst bestimmen. Wichtig ist nur, dass der Monarch sich zur Demokratie bekennt.
Der Präsident kann auch niemals Oberbefehlshaber der Verteidigung sein. Auch das ist ein Relikt von früher. Das ist der Verteidigungsminister, ein Insider, von Repräsentanten der Exekutive gewählt.
Er kann aber auch innerhalb weniger Tage abgesetzt werden, wenn der Souverän, das Volk, das will.Im Falle einer Monarchie wäre auch eine militärische Karriere von Mitgliedern der Königsfamilie nicht möglich. Denn auch das würde gegen die strikte Gewaltentrennung verstossen. Diese Familie gehört dann zur Staatsgewalt der Legislative.
- Bleibt der Einfluss der EU gleich?
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Oberflächlich ja. Unter der Oberfläche ergibt sich jedoch eine andere Situation. Durch die volle Kontrolle des eigenen Geldes durch die einzelnen Volkswirtschaften schwächt sich die Macht aus Brüssel schnell ab.
Viele EU-Vorgaben und Gesetze sind mit dem humanen System nicht vereinbar und müssen zur Umstellung vertraglich gekündigt werden.
Der nur in Wahlversprechen existierende Begriff „Subsidiarität“ sollte endlich aus dem Koma erwachen.
Die EU kümmert sich hoffentlich danach um die wirklichen Aufgaben der Gemeinschaft. Zur Zeit versucht sie nur ständig alle möglichen Interessen von Großkonzernen zum Durchbruch zu verhelfen.
- Ist der Begriff „Volkswirtschaft“ nicht veraltet?
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Mit dieser Frage wird ein grundsätzliches Problem unserer modernen Gesellschaft angesprochen.
Manche Ökonomen behaupten heute, durch die globalisierte Wirtschaft haben sich die Grenzen zwischen den Bereichen Weltwirtschaft, Volkswirtschaft und auch Betriebswirtschaft verwischt.
Dies wird durch Begriffe wie „Makroökonomie“ und ähnliche noch unterstrichen.
Durch die Globalisierung und Etablierung von weltweit agierenden Konzernen haben sich in Wahrheit nur die Grenzen zwischen Welthandel, Großhandel und Einzelhandel weitgehend aufgelöst.
Damit auch das Wissen um die Wirtschaftsbereiche zu verwischen, war, und ist, nicht nur ein Fehler, sondern mit großer Wahrscheinlichkeit auch ganz bewußte Absicht gewisser Interessensgruppen. Dadurch entstand ein grundlegender Mangel an Verständnis in der breiten Bevölkerung.
Ganz einfache, aber wichtige Zusammenhänge werden nicht mehr verstanden. Dazu gehört auch der Begriff Volkswirtschaft.
Der Unterschied zur Betriebswirtschaft ist ein eklatanter, denn ein Betriebswirt hat die Aufgabe, Profit für sein Unternehmen zu erwirtschaften. Er darf und muss dabei ausschließlich das Firmeninteresse vertreten.
Der Volkswirt macht, in gewissen Sinn genau das Gegenteil. Er agiert altruistisch, im Gegensatz zum egoistischen Verhalten eines Betriebswirtes. Im Interesse einer Volkswirtschaft steht nicht der Profit, sondern das reibungslose Funktionieren der gesamten Wirtschaft eines Staates/Volkes/Bundes. Dies gilt für die Bereiche Handel, Geld und Währung, Steuerpolitik usw.
Die Aufgabe des Volkswirt ist es, Rahmenbedingungen zu definieren, Bedingungen und Grenzen zu schaffen, innerhalb derer sich die Betriebswirte bewegen dürfen.
- Ein Beispiel zum besseren Verständnis:
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Es ist unsinnig, Firmen vorzuwerfen, sie würden in anderen Ländern zu Billigstlöhnen produzieren. Unsinnig ist es deshalb, weil es die Aufgabe eines Betriebswirtes ist, so günstig als möglich seine Produkte zu produzieren.
Die Kritik muss sich an die Politik und Volkswirte in den betroffenen Ländern richten, nicht gegen Betriebswirte, die nur ihre Pflichten erledigen. Es ist die Aufgabe der Volkswirte und damit der Politik, solche Zustände unmöglich für alle konkurrierenden Betriebswirte zu machen.Solche und ähnliche Zusammenhänge müssen in modernen Demokratien jedem wahlberechtigten Bürger klar sein, wenn die Demokratie funktionieren soll, ansonsten machen die Betriebswirte die Politik. Wodurch das Chaos der heutigen Zustände verursacht wird. Die Bildungspolitik ist hier gefordert. Solches Wissen sollte in den Schulen Vorrang haben.
- Sollte die Zentralbank nicht unabhängig sein? Ist das nicht bewährte Tradition?
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Diese Frage beinhaltet bereits die größte Täuschung der Finanzgeschichte.
Es ist wirklich erstaunlich, wie es über so viele Jahre gelungen ist, das Volk derart zu täuschen.
Anscheinend stellt sich niemand die Frage:
Unabhängig von wem?
Eines ist jedenfalls sicher. Die amerikanische FED befindet sich in Privatbesitz und ist völlig den Interessen einiger Personen untergeordnet. Mit allen anderen Zentralbanken ist es nicht viel besser bestellt.
Diese scheinbare Unabhängigkeit der Zentralbanken ist wohl die größte Schande unserer modernen Demokratien.
- Was ist eigentlich Geld genau? Und was ist die Geldmenge?
- Geld repräsentiert immer einen Teil der Vermögenswerte in einer Volkswirtschaft. Und zwar jenen Teil, der als Sicherheit für aufgenommene Schulden herangezogen wurde.
Damit ist Geld gleich Schulden, und zwar aller Schulden, egal ob staatliche oder private. Ohne Schulden gäbe es kein Geld. Sinkende Schulden bedeutet immer ein Absenken der Geldmenge. Weniger Geldmenge(=Schuldenhöhe) bei gleichbleibendem Vermögen bedeutet ein Absinken der Preise(Deflation).
Dies ist sowohl im heutigen System so und bleibt auch im humanen Geldsystem so. Durch diese Kompatibilität der Systeme läßt sich das humane System auch weitgehend problemlos umsetzen. Allerdings ist das humane System diesem Phänomen nicht ausgeliefert, denn es passt ständig den Humanwert entsprechend an, sodass die Geldmenge wieder dem Vermögen entspricht.
Geld kann im heutigen System auch Vermögen sein. Man kann durch Austauschen von Zahlungsströmen jedes Handelsgut zu Geld und umgekehrt machen. Diesen Tausch nennt man auch SWAPS. Im humanen Geldsystem ist Geld keine Ware, es ist die wichtigste Dienstleistung des Staates. Unkontrollierte Swaps gibt es dann nicht mehr. Ähnliches gilt für jede Art von Derivaten.
Aus dem gleichen Grund wird Geld, im humanen Geldsystem, niemals längerfristig gespart. Gespart werden nur Vermögenswerte. Die heutigen Anlageformen bleiben zwar weitgehend erhalten, die neue Gesellschaftsform der SAG (siehe Wirtschaftsreform) sollte aber unbedingt mit der Umstellung eingeführt werden, damit sicher und nachhaltig angespart und veranlagt werden kann.
Aus dem gleichen Grund gibt es im humanen Geldsystem auch keinen Devisenhandel. Geld verläßt die Volkswirtschaft nicht. Darum haben bedruckte Geldscheine eine kürzere Gültigkeitsdauer. Papiergeld dient im humanen Geldsystem nur mehr dem unkontrollierten Genuß der Freizeit. Geschäftlich wird ausschließlich bargeldlos gehandelt.
Die Geldmenge ist im heutigen System nur sehr schwer zu kontrollieren. Im humanen System hat die Zentralbank die volle Kontrolle über die Geldmenge.
Das heutige System benötigt ein ständiges Wachstum der Wirtschaft, um nicht zu kollabieren. Das humane System funktioniert problemlos, auch bei schrumpfender Wirtschaft.
Um es noch deutlicher zu machen:
Das heutige System kann nur bestehen, wenn entweder Vermögen vernichtet wird, oder die Wirtschaft wächst. Zur Zeit wächst die Wirtschaft nur mehr durch Erhöhung der Staatsschulden oder durch Erhöhung der Einwohnerzahl. Die Wirtschaft benötigt die Zuwanderung nicht primär wegen der Arbeitskräfte, sondern um Kaufkraft durch Konsum zu generieren.All dies wäre über lange Zeiträume beherrschbar, wenn nicht ein vielfaches der wahren Vermögenswerte als Scheinvermögen bestünde. Dieses Scheinvermögen besteht nur aus Anlegervertrauen. Es handelt sich um unzählige Wertpapiere, welche in Wahrheit keinen Wert haben. Es genügt ein leichter Vertrauensverlust und schon schmilzt dieses gigantische Scheinvermögen. Gelingt es nicht rasch, das Vertrauen wieder herzustellen, erfolgt ein Zusammenbruch.
Dieses chaotische System wird schon lange absichtlich am Leben erhalten, denn es ist das beste System um Profit zu machen. Je instabiler das System wird, desto höher sind die Gewinnchancen. Dann wird das System ein riesiges Spielkasino. Nach solchen Phasen gibt man sich wieder ganz bieder und überzeugt so das Volk von der Anständigkeit des Systems.
Die Instabilität kann jedoch sehr leicht in eine galoppierende Inflation umschlagen, bis alle Scheinvermögen vernichtet sind, und auch die Geldmenge, welche diese Vermögen repräsentierte. Leider führte dieser Vorgang in der Vergangenheit immer auch zu Gewalt, sodass auch echte Vermögenswerte in hohem Ausmaß vernichtet wurden.

- Ist hier nicht ein Fehler? Weiter oben steht doch, ein Schrumpfen der Geldmenge führt zur Deflation.
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Deflation entsteht nur, wenn die Vermögenswerte gleich bleiben. Bei der galoppierenden Inflation werden zuerst riesige Vermögenswerte(Scheinvermögen) vernichtet. Das Geld ist plötzlich viel zu viel, das ist die galoppierende Inflation. Die Geldmenge wird erst danach, durch die Zahlungsunfähigkeit vieler Schuldner reduziert.
- Gibt es dann keine Derivate mehr?
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Doch. Derivate sind ja im Grunde nur Wetten auf die Wertschwankungen von echten Vermögenswerten. Sie würden dem System nicht schaden, wenn sie auch als solche behandelt würden. Banken würden niemals einen Kredit vergeben, wenn man einen Lottoschein als Sicherheit bietet. Bei Derivaten machen sie jedoch genau das.
Die Banken machen jedoch noch viel mehr. Sie verkaufen diese Sicherheiten weiter. Daraus machen andere wieder neue Derivate usw. usw.
Das Strukturieren von Wertpapieren wird ein derart komplexer Vorgang, den nur mehr die besten Analysten zum Vorteil für ihr Institut nutzen können. Darum auch die hohen Bonifikationen für solche Leute.
Im humanen Geldsystem wird diese Branche auf den Platz verwiesen, wo sie hin gehört. Zu den Spiel- und Wettfirmen. Dort gibt es ebenfalls Analysten, die die Wettquoten berechnen.
Sicherheiten für Kredite können im humanen System nur echte Vermögenswerte sein. Außerdem ist die Benutzung von Vermögenswerten zum Tausch gegen andere Vermögenswerte nicht erlaubt, denn dies wäre bereits wieder private Geldschöpfung.
- Dürfen Banken im HGS noch mit Wertpapieren handeln?
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Ja. Die Regeln werden sich nicht sehr stark verändern. Es werden nur Papiere verboten, die in ihrer Funktion einen Geldschöpfungsprozess enthalten.
Ein Beispiel:
Wettet jemand auf den Preis von Weizen in sechs Monaten, so ist das in Ordnung, wenn er damit das Recht erwirbt, Getreide günstiger zu kaufen oder zu verkaufen. Das Papier darf jedoch nicht das Recht beinhalten, beispielsweise mit Kupfer das Getreide zu bezahlen.
- Wie werden Kredite im neuen System vergeben?
- Die Kreditvergabe ändert sich nicht. Der Unterschied zum heutigem System ist der Geldschöpfungsprozess. Im humanen Geldsystem erzeugt die Geschäftsbank kein neues Geld. Sie muss den Kredit vom eigenen Geldkapital vergeben. Hat die Bank zuwenig an eigenem Geld, so nimmt sie einen Kredit bei der Zentralbank auf. Dafür hat die Zentralbank den Geldpuffer, wie in der Grafik gezeigt. Zu diesem Zweck wird noch kein neues Geld erzeugt.
Erst wenn viele Geschäftsbanken Kredite bei der Zentralbank aufnehmen, sinkt die virtuelle Puffermenge unter den unteren Level. Dann wird der Basiszeitraum erhöht. Dadurch erhöht sich der Humanwert, weil der Basiszeitraum mal dem BIP/Kopf der Humanwert ist. Die Geldmenge erhöht sich, weil die Geldmenge der gesamten Volkswirtschaft der Humanwert mal der Einwohnerzahl ist.
Werden mehr Kredite zurückbezahlt, als neue Kredite vergeben werden, übersteigt die Geldmenge den oberen Grenzwert und der Vorgang läuft umgekehrt, angefangen mit dem Absenken des Basiszeitraumes.
Auslöser für die Geldschöpfung sind auch im Humanen Geldsystem die Kreditvergaben. Darum ist die Umstellung auch so einfach. Der Unterschied zum heutigen System ist die volle Kontrolle durch die Zentralbank.
- Gilt der Geldkreislauf auch für das heutige System?
- Nein. Definitiv nicht. Die Kontrolle über das Geld ist den Nationalstaaten seit langem entzogen. Damit ist das wichtigste Instrument der Zivilisation dem politischen Einfluß entzogen. Von echten Demokratien kann man aus diesem Grund nicht mehr sprechen. Diese Tatsache macht auch die modernen Demokratien zu versteckten Oligarchien. Die Oligarchen sind nur keine Einzelpersonen, wie in den postkommunistischen Ländern.
- Ist das etwa wieder ein Zinseszinssystem?
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Nein, das humane System erzeugt im Endeffekt Geld nicht mehr durch Schulden, denn es schöpft und vernichtet Geld monatlich, je nach Humanwert und Einwohnerzahl. Das Zinseszinsproblem ist nur relevant bei reinen Schuldgeldsystemen, wie dem heutigen Geldsystem.
Zinsen gibt es im humanen Geldsystem trotzdem. Zinsen entstehen automatisch, wenn man modernes Geld hat. Denn dieses Geld repräsentiert andere Werte. Die Wertschwankungen sind die Zinsen, die entstehen müssen, wenn Wertverschiebungen stattfinden.
Das humane Geldsystem kann dies jedoch ausgleichen.Genau das ist das geniale an diesem neuen System. Es könnte sogar ohne Zinsen arbeiten, oder sich an einen benachbarten Zinssatz anpassen. Das ist eine politische Entscheidung. Dieses System kommt mit allem zurecht, auch mit sinkenden Preisen.
Mit dem Zinseszinsproblem kommen meist auch die alternativen Tauschbörsen ins Spiel.
Die alten, wie auch neuen, Tauschsysteme sind nur ein weiterer Faktor zur Destabilisierung. Das gilt auch für die modernen Sharing-Versuche, wenn dadurch Steuereinnahmen verloren gehen.
Alles, was Geld zur Ware macht, schadet der Zivilisation, es ist in Wahrheit ein Rückschritt in die Zeit vor dem modernen Geld. Damals gab es Gold, Getreide und ähnliches als Währung.
Allerdings sind all die Ideen von Sozialromantikern nichts, gegen die immensen Summen, die in der globalen Finanzwirtschaft durch Tausch gehandelt werden. Dadurch werden monatlich Milliarden an Steuern hinterzogen. Dort wird im Sekundentakt Wertschöpfung erzeugt, für die keinerlei Steuer entrichtet wird.
Im Gegensatz zu kleinen Händlern, wie z.B. in der Gastronomie, wo für kleinste Summen an Wertschöpfung, MwSt und eine Fülle anderer Steuern, fällig werden.

- Warum wird durch Tausch, Geld zur Ware?
- Wenn zwei Güter getauscht werden, wird Geld erzeugt, ein Gut übernimmt dabei die Rolle des Geldes. Heutiges Geld wird in diesem Sinne auch als Ware betrachtet.
Im HGS ist Geld eine Dienstleistung des Staates, kein Handelsgut. Die Benutzung von anderem Geld ist Steuerhinterziehung.
Nur im privaten Bereich können Güter getauscht werden, jedoch nur, wenn keine relevante Wertschöpfung erfolgt ist, also gebrauchte Waren oder Gemüse aus dem Hausgarten und ähnliches.
- Könnte man nicht komplett auf Geld verzichten?
- In einer fernen Zukunft wäre das wünschenswert. Heute geht es darum das bestehende System humaner zu gestalten. Das HGS ist eine umsetzbare Alternative.
- Wäre es dann nicht besser, die MwSt abzuschaffen?
- Ja. Das wäre eine Möglichkeit, aber dieser Schritt wäre eine Möglichkeit für eine fernere Zukunft. Man muss auch die Auswirkungen bedenken. Dazu müßten die Einkommen etwa doppelt so hoch besteuert werden.
- Wie wird die Erbschaftssteuer berechnet?
- Die Formeln zur automatischen Berechnung der Erbschaftssteuer werden von der Politik festgelegt können später nur mit einer zweidrittel Mehrheit geändert werden.
Die Eingangsformel:
% Erbschaftssteuer = Basiszeitraum / Faktor(z.B.10) + Korr%Der Korr% bezieht sich auf die aktuelle Vermögensverteilung und ist von dieser abhängig.
Unterhalb eines Sockelbetrages wird keine Erbschaftssteuer bezahlt. Nur die hohen Vermögen müssen umverteilt werden, wenn die Vermögensverteilung negativ für die Volkswirtschaft wird.
Die Eingangsformel für den Sockelbetrag:
Sockelbetrag in € = Basiskaufkraft x Basiszeitraum x Faktor(ist von der Politik noch festzulegen)
- Heißt das, je höher die Korruption, desto höher die Erbschaftssteuer?
- Genau. Das humane Geldsystem stellt erstmals in der Menschheitsgeschichte einen wirksamen Automatismus gegen Korruption zur Verfügung. Eine korrupte Oberschicht wird im neuen System in relativ kurzer Zeit verarmen, während eine gut wirtschaftende Oberschicht ihre Vermögenswerte an die Nachkommen vererben kann.
- Kann es wirklich so einfach sein?
- Einfach, nein es ist nicht wirklich einfach.
Innerhalb einer Volkswirtschaft wird es im neuen System so einfach als möglich. Wesentlich komplexer wird das internationale Zusammenspiel der einzelnen Volkswirtschaften. Jedoch bei weitem einfacher, als das heutige Chaos.Das humane Geldsystem versucht die Natur nachzuahmen. Eine Volkswirtschaft agiert wie eine natürliche Zelle. Innerhalb der Volkswirtschaft läuft alles sehr einfach und teils automatisch.
Komplex wird die Zusammenarbeit im Zellverband. Jede Zelle hat eine übergeordnete Aufgabe. Zum Beispiel hat die Zelle einer menschlichen Leber, zusammen mit allen anderen Leberzellen, die Aufgaben des Organs für den menschlichen Organismus zu gewährleisten.
Ganz ähnlich läuft dies mit den einzelnen Volkswirtschaften. Eine solche Volkswirtschaft, beispielsweise in der europäischen Union, hat auch Aufgaben, die das Funktionieren der gesamten Union gewährleisten. Genauso hat die Europäische Union Aufgaben, damit der gesamte Planet nachhaltig leben kann.Beschließt eine einzelne Leberzelle, in der menschlichen Leber, seine übergeordneten Aufgaben nicht mehr wahrzunehmen, stattdessen nur mehr den eigenen Vorteilen den Vorzug zu geben, wird sie zur Krebszelle. Sie steckt durch dieses Verhalten auch benachbarte Zellen an, dies ist der Beginn eines Krebsgeschwüres in der Leber.
Dieser Vergleich zeigt, dass der moderne Mensch nicht nur in einzelnen Krebszellen wohnt, sondern dass die gesamte Weltordnung nichts anderes als ein riesiges Krebsgeschwür ist.
Gelingt es nicht in den nächsten Jahrzehnten, gesunde Zellen zu etablieren, welche den egoistischen Vorgang umkehren und Nachbarzellen mit Anständigkeit anstecken, wird der Planet Erde an Krebs sterben.
Man sieht also, die Analyse ist sehr einfach, die Umsetzung im Weltverbund wird sehr komplex und schwierig. Voraussetzung für eine Gesundung sind zuallererst, einzelne gesunde Volkswirtschaften.

- Wäre es nicht besser, die EU zu einem richtigen Staatenbund, gleich den USA, zu machen?
- Auch hier sollte man die Natur beobachten. Beides wird gebraucht, ein Gehirn und gesunde Zellen. Auch einzelne Institutionen des Staatsapparates sind Zellen, jedoch sind dies Zellen des Gehirns.
Im Vergleich zur Natur ist die menschliche Zivilisation ein völlig einfaches und primitives Konstrukt.
Gerade die USA zeigt doch ganz deutlich, dass viele Gehirnzellen zu Krebszellen geworden sind. Ein gewaltiger Hirntumor gefährdet die gesamte Menschheit.
- Ist dieser Vergleich mit Natur und Zellen nicht völlig hirnrissig?
- Gleichnisse sind oft verrückt. Sie können jedoch auch den menschlichen Geist beflügeln. Heutzutage werden solche Vergleiche oft schlecht oder nur schwer verstanden. Das zeigt sich vor allem bei religiösen Fanatikern, die alte Schriften lesen.
Geistlose Menschen können sehr intelligent sein, Gleichnisse können sie jedoch nicht richtig begreifen, genau wie ein Computer das nicht kann.
- Beendet das Humane System die Globalisierung?
-
Das kommt darauf an, was man unter Globalisierung versteht. Es beendet das unkontrollierte Wachstum von Institutionen, die völlig undemokratisch mehr Macht ausüben als einzelne Staaten.
- Welcher Mechanismus im neuen System bewirkt das?
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Im humanen Geldsystem ist jedes Vermögen einer Volkswirtschaft zugeordnet. Im globalen Endausbau gibt es keine Vermögenswerte mehr ohne Zugehörigkeit. Immobile Vermögenswerte verlassen die Volkswirtschaft nicht mehr.
Ein einfaches Beispiel:
Jemand besitzt heute 300 Hektar Wald in Deutschland. Er kann dies verpfänden. Nehmen wir an, er nimmt einen Kredit auf, der Wald ist die Sicherheit, die er der Bank anbietet. Das Pfandrecht wird ins Grundbuch eingetragen und die Bank überweist dem Kreditnehmer 4 Millionen EURO. Die ausgezeichnete Bonität ermöglicht einen Zinssatz von 1%.
Der Kreditnehmer benutzt die 4 Millionen EURO um am internationalen Finanzmarkt zu investieren. Er erwirtschaftet damit 6%. Sein Gewinn sind monatlich 1.600.– EURO. Völlig steuerfrei.Das ist im humanen System nicht mehr möglich. Im neuen System können Hypotheken nur innerhalb der Volkswirtschaft angelegt oder investiert werden. Im neuen System könnte der selbe Vorgang auch innerhalb der Volkswirtschaft ablaufen. Der Unterschied ist nur die Einkommensteuer auf den Gewinn.
Außerdem darf die Bank das Pfandrecht nur innerhalb der Volkswirtschaft verwerten. Dieser Punkt ist noch wichtiger als der oben genannte. Heute fließen nämlich solche Rechte ebenfalls in den internationalen Finanzmarkt. Sie sind einer der Grundpfeiler für das Strukturieren aller möglichen Wertpapiere.

- Wie ist das mit Firmenvermögen?
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Für Hypothekarkrediten gilt das gleiche. Dazu etwas grundsätzliches:
Im Endausbau des Humanen Geldsystem gibt es nur mehr die SAG als einzige Form von wirtschaftlich agierenden Gesellschaften.
Die SAG finanziert sich vornehmlich durch Kapitalerhöhung. Das heißt, sie emittiert neue Anteile für notwendige Investitionen.
Notwendige Investitionen, die den Umsatz des Unternehmens nicht erhöhen, werden durch Eigenmittel oder Kredite finanziert.Im humanen Geldsystem darf jegliche Institution, Kredite nur bei einer Bank innerhalb der Volkswirtschaft aufnehmen.
Die SAG kann natürlich auch Anteile anderer SAG’s besitzen oder erwerben. Ausländische Anteile darf sie nur aus Eigenmittel finanzieren. Das heißt, vom erwirtschafteten Gewinn der SAG. Anteile anderer Gesellschaftsformen darf eine SAG nicht besitzen.
Es gibt natürlich noch sehr lange alle möglichen Firmenkonstrukte. Für die gelten im humanen System jedoch auch ähnliche Kapitalregeln. Es ist Aufgabe der Parlamente in den Volkswirtschaften, entsprechende Gesetze für diese Regeln festzulegen.
Wichtig dabei:
Die Politik sollte nicht ständig das Rad neu erfinden. Das passiert zur Zeit nämlich überall. Alle Politiker wollen gestalten, ohne Ende. Man sollte lieber auf die Lösungen anderer schauen. Findet man anderswo bessere Ergebnisse, egal in welchem Bereich, sollte man diese zu 100% übernehmen. Das führt langfristig zu einer weltweiten Harmonisierung der Gesetze.
- Wie kontrolliert man die Verwendung von Hypotheken?
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Durch eigene Konten. Es gibt keine Barabhebung von solchen Konten. Das Finanzamt hat volle Kontrollrechte im Humanen Geldsystem. Auch dafür gibt es im Humanen System eigene Computerprogramme. Diese machen nichts anderes als die Zahlungsströme zu überwachen. Die Finanzpolizei erhält ihre Aufträge vorwiegend von solchen und ähnlichen Programmen.
Ein einfaches Beispiel:
Eine Familie errichtet ein Eigenheim. Sie nimmt dazu eine Hypothek auf. Die Bezahlung für Rechnungen von Baustoff- und Baufirmen fließen vom Kreditkonto zu den Firmenkonten. Fließt Geld beispielsweise auf das Konto eines Autohauses, wird dies bereits beim Versuch unterbunden.
- Könnte dann niemand mehr sein Haus im Casino verlieren?
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Nur, wenn er es vorher verkauft. Mit Hypothekengeld kann er nicht spielen.
Er kann sein Haus auch nicht beim Kartenspiel einsetzen, denn Hypotheken dürfen im neuen System nur Banken gewähren. - Ich bin Landwirt. Mein neuer Stall wird von einer holländischen Firma errichtet. Ginge das nicht mehr mit der Hypothek?
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Doch. Die Computerprogramme können natürlich viel mehr.
In diesem Fall handelt es sich um die spezielle Handelsbilanz des immobilen Vermögenstausches. Auch Holländer kaufen mit Hypotheken bei österreichischen Firmen ein. Allerdings wird es Staaten geben, die gesperrt werden, denn ein gewisser Rahmen darf nicht überschritten werden.
Heutzutage verschenken wir unsere Vermögenswerte völlig unsinnig an Staaten wie China. Im Gegenzug erhalten wir minderwertige Konsumgüter.
- Also noch mehr Überwachung durch den Staat?
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Im Humanen Geldsystem werden keine Menschen überwacht und abgehört. Das geschieht heutzutage durch dubiose Institutionen, die mit dem Staatswesen sehr wenig gemeinsam haben.
Im neuen System werden nur Zahlungsströme lückenlos überwacht. Die Menschen selbst bleiben völlig unkontrolliert.
- Ist die Datenverarbeitung mit Computern nicht zu unsicher?
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Ja, wenn man die Entwicklung der Maschinen, die man dafür braucht, anderen überläßt.
Derartig sensible Technologien sollte jede Volkswirtschaft selbst produzieren. Dazu gibt es technische Universitäten. Es ist hoch an der Zeit, endlich wieder eigene Verantwortung für solch wichtige Bereiche zu übernehmen. Die einzelnen Universitäten können dabei kooperieren, aber sie dürfen diese Aufgabe nicht privaten Konzernen überlassen.Ähnliches gilt auch für andere Bereiche. Zum Beispiel in der Gesundheitspolitik. Dort überläßt man die Entwicklung neuer Medikamente einer Industrie, die von der Krankheit der Menschen lebt.
Wichtig dabei:
Mechanismen, die, die Korrumpierung der Mitarbeiter von Ministerien und Universitäten verhindern. Heutzutage gibt es weder Gesetze noch Überwachungen. Die Konzerne laden unsere Experten ständig zu Kongressen, Seminaren etc. ein, dort werden sie umsorgt, versorgt und abgeworben. All das fällt heute unter Lobbying, was für mich, und auch viele andere, eine legale Form der Korruption ist.
- Was ist der Staatszins?
- Im humanen Geldsystem finanziert sich die öffentliche Hand nur durch Kredite der Zentralbank. Der Staatszins ist der Zinssatz, zu dem diese Kredite zurückbezahlt werden. Der Leitzins, den es auch heute schon gibt, ist jener Zinssatz, zu dem Banken ihre Kredite an die Zentralbank zurückzahlen.
Im Normalbetrieb des Systems ist der Staatszins und der Leitzins gleich hoch. Bei Notwendigkeit kann der Staatszins jedoch gesenkt werden, um öffentliche Investitionen anzukurbeln. Er kann auch Minuswerte annehmen, dann wird das Investieren durch die öffentliche Hand noch mehr angekurbelt.
- Warum braucht man einen Mindestlohn?
- Basiskaufkraft und Mindestlohn sind deshalb so wichtig, weil die Kaufkraft in einer Volkswirtschaft direkt davon abhängt und auch damit gesteuert werden kann.
Erstmals ist dieses Instrument kein Ergebnis von politischen Auseinandersetzungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, sondern ein Werkzeug, das sowohl sinken als auch steigen kann.
In der Praxis werden viele Branchen ihren Mindestlohn oberhalb der üblichen Schwankungsbreite festlegen. Dazu dienen die Kollektivverhandlungen der Sozialpartner. Nur jene Branchen, die auch heute am unteren Rand der Lohnskala sind, werden die Schwankungen mitmachen. Sie sind vielmehr gezwungen das zu tun, um konkurrenzfähig zu bleiben.
- Ist die Basiskaufkraft das gleiche wie die heutige Sozialhilfe?
- Nicht wirklich. Im humanen Geldsystem werden junge Menschen fast immer die Basiskaufkraft in Anspruch nehmen. Damit haben sie viel mehr Zeit für ihre Ausbildung und die Erziehung der Kinder.
Ein Beispiel für Deutschland:
Eine junge Familie mit zwei Kindern. Beide Eltern studieren. Der Vater jobbt nebenbei noch 10 Stunden pro Woche als Barkeeper in einem Hotel.
4x € 680.-
40x € 9.80
Das ergibt ein Nettoeinkommen von € 2720.– plus das Einkommen aus Arbeit mit Negativsteuer € 470.40 Ergibt ein Gesamteinkommen von € 3190.40
- Wie wird die Basiskaufkraft errechnet?
- Der Median und der Humanwert sind die Ausgangswerte zur Berechnung der Basiskaufkraft. Die Politik verbessert anfangs die mathematische Formel zur Berechnung der Basiskaufkraft, später bedarf es dazu einer zweidrittel Mehrheit.
Anfangs sieht diese Formel so aus:
(Humanwert x 0,0001 + Median) x 0,2 = BasiskaufkraftIn Deutschland wäre die Basiskaufkraft nach der Umstellung in etwa:
(90.000.000 x 0,0001 + 1500) x 0,2 = € 680.–Als krasses Gegenbeispiel nun eines der ärmsten Länder Europas, Albanien:
(499.932 x 0,0001 + 156) x 0,2 = € 87.–
Allerdings würde Albanien durch die Umstellung ein schnelleres Wachstum der Wirtschaft generieren.
- Was ist der Median?
- Im humanen Geldsystem ist der Median das mediane Einkommen. Das mediane Einkommen ist dem Durchschnittseinkommen ähnlich, kann von diesem jedoch auch weit abweichen. Ein medianer Wert ist nicht der rechnerische Durchschnitt, sondern genau die Person in der Mitte der Liste, wenn man alle Einkommen in aufsteigender Reihenfolge listet.
Der Einkommensteuersatz für den Median heißt im humanen Geldsystem „Medianus“.
- Wozu dient die Normarbeitszeit, ist das nicht Sache der Sozialpartner?
- Die Normarbeitszeit bleibt auch Sache der Sozialpartner. Jede Branche kann weiterhin die Arbeitszeiten selbst bestimmen.
Die staatliche Normarbeitszeit dient nur einem Zweck. Sie legt den Mindeststundenlohn fest. Dies ist eine sehr wichtige Einstellschraube für die Politik. Der monatliche Mindestlohn errechnet sich aus der Basiskaufkraft, er kann von der Politik nicht geändert werden. Besteht beispielsweise ein Mangel an Arbeitskräften, der vom System nicht automatisch bereinigt wird, so kann die Politik die Normarbeitszeit kurzfristig erhöhen. Dadurch sinkt der Mindeststundenlohn, sodass im unteren Lohnniveau mehr gearbeitet werden muss, um genügend Einkommen zu erwirtschaften.
Im humanen System trachtet der Staat nicht mehr nach Vollbeschäftigung, sondern danach, genügend Arbeitskräfte für alle notwendigen Aufgaben zur Verfügung zu haben.
- Braucht der EURO-Raum im humanen System noch eine EZB?
- Nicht unbedingt. Allerdings braucht man eine übergeordnete Institution, welche Kontrollfunktionen ausübt, damit kein Staat mit falschen Zahlen arbeitet. Diese Aufgabe könnte die EZB übernehmen.
- Geld verläßt die Volkswirtschaft nicht. Und Papiergeld und Münzen?
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Papiergeld wird durch die Seriennummer einer Volkswirtschaft zugewiesen. Jede Bank prüft bei Eingang eines Geldscheines die Echtheit durch elektronische Geräte. Auch die Seriennummer wird erfasst. Dadurch wird auch diese Handelsbilanz erstellt. Das Gleiche gilt für Münzen, auch die sind auf einer Seite einer Volkswirtschaft zugeordnet.
Diese Erfassung ist natürlich nicht ganz komplett, wegen dem Geld im Markt. Wenn man aber bedenkt, dass lediglich 3% des Geldes als Bargeld existiert, kann man dies getrost vernachlässigen.

- Aber die Scheine, die den Gemeinschaftsraum verlassen?
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Kommen schnell zurück, denn im humanen Geldsystem verliert Bargeld nach spätestens 5 Jahren seine Gültigkeit. Es wird durch neue Scheine ersetzt. Fehlen zu viele Scheine wird der Ersatz auch früher durchgeführt. Das passiert auch, wenn zu viel an Falschgeld in Umlauf ist.
Damit sind die Kernpunkte dieses Systems definiert. Das Humane Geld benötigt jedoch auch begleitende Reformen des Sozial- Wirtschafts- und Steuersystems.
>>Reformen
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