EINSTIEG IN DIE PHILOSOPHIE DER ZUKUNFT
Die Flut an Informationen macht Studierende häufig zu Historikern, die alles Vergangene zu einem Thema zusammentragen. Um eigene Ideen zu entwickeln, bleibt kaum noch Zeit. Die Philosophie betrifft dies in noch höherem Maße, als die Volkswirtschaftslehre.
Philosophiehistoriker gibt es deshalb im Überfluss. Zumeist sind sie zufrieden, wenn sie sich damit einen Titel und eine anerkannte Stelle in der Gesellschaft erarbeitet haben.
Hat man ein echtes Interesse, den Sinn des Seins zu studieren, so braucht man Abkürzungen. Möglichkeiten, dem Überfluss an Information zu entgehen. In meinen Büchern wird dies immer angesprochen. Mein neues Buch wird diesem Thema noch größerem Raum widmen.
Es handelt sich hier um eine Philosophie, die es in der Antike bereits gab. Die in der Renaissance wieder kurz aufkeimte und dann von der geistlosen Naturwissenschaft wieder versenkt wurde.
Warnung: Für studierte Geisteswissenschaftler ist der Schock noch größer als für Akademiker der Sozialwissenschaften. Die Enttäuschung ist derart gewaltig, dass ich jedem nur raten kann, hier NICHT weiter zu lesen.
Wer allerdings die nötige seelische Kraft hat oder noch nicht durch die Gehirnwäsche einer Universität verdorben wurde, kann hier getrost und ohne Gefahr weiterlesen. Es geht hier um zwölf Sätze, mit deren Hilfe der Geist erwachen kann.
Nun die zwölf essentiellen Sätze zum VERSTEHEN und BEGREIFEN.
- Der Verstand des Menschen ist nicht Teil seines Geistes.
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Dieser eine Satz beinhaltet schon die ganze Wahrheit über die zu erneuernde Philosophie. Aber nicht nur über die Philosophie, sondern über die gesamte Wissenschaft der Neuzeit. Ein wirkliches Begreifen dieses Satzes würde einen gewaltigen Schock auslösen, denn er besagt, dass all das gesammelte Wissen der Menschheit nichts mit dem menschlichen Geist zu tun hat.
All die gesammelten Vorstellungen, das gesamte Gedächtnis der Menschheit bezieht sich nur auf Leistungen des Verstandes. Nur die Musik und die Kunst sind noch nicht völlig geistlos. Um dies zu begreifen, genügt es nicht, diese Informationen zu lesen. Man muss sich das Ganze mit dem Herzen erarbeiten, seinen schlummernden Geist neu erwecken. Es sind vor allem die Musiker und Künstler, die dazu noch in der Lage sind. Allen anderen steht dazu die Sexualität zur Verfügung, dieser wird ein eigener Satz gewidmet.
- Der Geist des Menschen ist unsterblich, Gedächtnis und Verstand sind sterblich.
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Dieser zweite Satz zeigt auf die Wirkung unserer geistlosen Welt. Der Verlust von Gedächtnis und Verstand passiert oftmals nicht erst beim physischen Tod eines Menschen. Immer öfter werden Menschen lange vorher dement, das heißt, Verstand und Gedächtnis sterben vor dem Tod des physischen Körpers. Durch diese Menschen könnte auch allen anderen Menschen bewusst werden, was sie mit dem Tod erwartet, wenn sie weiterhin völlig geistlos durch ihr Leben gehen. Man verdrängt diese Tatsache lieber. Man denkt „Alzheimer“ ist eine Krankheit, die man schon irgendwann besiegen wird. Kaum jemand versucht sein schlafendes Selbst zu erwecken, sodass weder Demenz noch Tod dem wachen Selbst etwas anhaben können.
Es gibt in der geistigen Welt eine Bezeichnung für die heutigen Massen an geistlosen Menschen. Sie werden als „Tote“ bezeichnet. Der Tod bezieht sich dort nicht auf das Sterben, denn der Geist ist unsterblich. Er bezieht sich auf das Schlafen. In unserer geistlosen Welt ist noch ein Rest davon vorhanden. In vielen Kulturen wird der Schlaf als „Kleiner Tod“ bezeichnet.
- Der Verstand ist ein Werkzeug des Geistes.
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Dieser dritte Satz zeigt uns das wahre Verhältnis von Geist und Intelligenz. Das Werkzeug unserer Vorstellungskraft steht uns während des gesamten Erwachsenenalters zur Verfügung. Dieses Werkzeug dient uns ausschließlich in der dualen Welt. Wir können uns damit in der physischen Welt hervorragend zurechtfinden. Dient dieses Werkzeug dem eigenen Selbst optimal, so kann der unsterbliche Geist reiche Früchte in die geistige Welt tragen. Dies kann man jedoch nur, wenn man zuerst einmal lernt, den Unterschied zwischen Geist und Verstand zu erkennen.
- Kann man den Verstand, Geist, usw. auch astrologisch zuordnen?
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Ja, und zwar so:
- Aber in der Praxis ist…..?
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……doch der Zwilling meist nicht im 3. Haus.
Das ist genau der Punkt an dem der Verstand nicht mehr mit kann. Astrologie ist eine Geisteswissenschaft. Nichts für Geistlose. - Der 1. Quadrant gehört doch…….?
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…….zum „Ich“. Fremde Vorstellungen, geistige Bilder, usw. sind doch auf der „Du“ Seite. In der Münchner Rhythmenlehre ist doch die Vorstellungskraft im 3. Quadranten.
Ja, das ist auch so ein „Springender Punkt“. Das ist genau das, was Heinrich Jacoby meint, wenn er sagt, etwas „wiederholen“ und etwas „wieder holen“. Wenn ein Musiker oder Künstler etwas aus der geistigen Welt „wieder holt“, besteht die Chance, dass es auch beim geistig wachen Zuhörer als geistiges Bild ankommt. Dann kann es das geistige Gebäude bereichern. Zumeist wird es jedoch nur im Gehirn gespeichert, es wird nur konsumiert. Genau darum geht es, wenn man seinen Geist erwecken will. Man muss lernen, das zu unterscheiden, das ist dieser springende Punkt.
Auch bei geistig wachen Menschen liegt immer eine Mischung vor. Während unseres Daseins auf der Erde enthält unser geistiges Gebäude immer auch Sterbliches. Das wird jedoch mit dem Tod ausgelöscht. Wichtig ist, dass zumindest das Grundgerüst unseres Weltbildes unsterblich ist.
Der Geist speichert ja keine Informationen. Die geistigen Bilder sind lebendig, es sind Engramme, wenn man sie so nennen will, die sofort lebendig werden, wenn sie ins Bewusstsein kommen.
In der Münchner Rhythmenlehre ist das 7. Haus die Phantasie, lebendige Bilder. Das 8. Haus ist die Vision. Das Gestalten von Mythologien. Das 9. Haus ist dann das gesamte Bild. Die lebendige, universelle Bildung. Die Kurzform: Bild, Bindung an Bilder und Weltbild ist in diesem Licht zu sehen.
Fremde Vorstellungen sind natürlich nicht direkt in der „Ich“-Seite des 1. Quadranten. Sie werden jedoch als Information dort gespeichert. So wie das auch ein Computer macht.
- In der geistigen Welt gibt es weder Raum noch Zeit.
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Dieser vierte Satz bezieht sich auf die höchste Stufe der geistigen Welt. Es ist die göttliche Welt. Dazwischen gibt es jedoch einen weiten Bereich, in dem Raum und Zeit eine Bedeutung haben. Diese Bedeutung ist jedoch völlig anders, als in unserer physischen, dualen Welt. Man muss unbedingt versuchen, diese Wahrheit nicht nur zu verstehen. Man muss das mit dem Herzen begreifen, es verinnerlichen. Gerade von geistlosen Wissenschaftlern wurde längst auch der physische Beweis für diesen Satz erbracht. Es handelt sich dabei um den Fachbereich der Quantenphysik. Diese Leute kämen jedoch niemals auf den Gedanken, dass ihr Gehirn nichts mit ihrem Geist zu tun hätte.
- Der Verstand kann den Geist fast perfekt simulieren.
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Dieser fünfte Satz wird uns seit ewigen Zeiten in fast allen Religionen vor Augen geführt. Er ist sozusagen „Der springende Punkt“. Es handelt sich dabei um die vielen Darstellungen von „Gut und Böse“, von „Gott und Teufel“ und ähnlichem. In der christlichen Theologie ist Luzifer der „gefallene Engel“. Gemeint ist damit nicht etwa ein Symbol, wie unsere heutigen Wissenschaftler so gern behaupten. Nein, es ist der Verstand selbst, der Verstand der gesamten Menschheit. Der „böse“ Anteil dieses Verstandes ist jener, der Gott verdrängt und an seine Stelle treten will. Es ist der teuflische Teil von Luzifer. Dieser Luzifer ahmt sogar die Unsterblichkeit nach und hat keinen Zugang zur geistigen Welt.
Solche Personifizierungen sind sehr hilfreich beim Versuch, seinen Geist zu erwecken und ein unsterbliches und waches Gebäude des Geistes zu erbauen. Man muss jedoch von Anfang an darauf achten, dieses Gebäude von fremden Vorstellungen frei zu halten. Dies ist unglaublich schwierig, man sollte langsam und behutsam vorgehen, jeder hat Zeit bis zum physischen Tod. Eile ist hier nicht angebracht.
So Manchem wird bereits dämmern, dass die Welt des Geistes eine Welt des Mythos ist, andere wussten das bereits. Man sollte jedoch sehr vorsichtig sein. Die Gefahr ist groß, wiederum ein sterbliches Gebäude aus Vorstellungen und Dogmen zu errichten. Wie gesagt, der Verstand vermag den Geist perfekt nachzuahmen. Es entsteht dann ein Gebäude aus Täuschungen.
Der gesamte Prozess der „Aufklärung“ in der Menschheitsgeschichte war sehr notwendig, denn er hat für eine weltweite Enttäuschung gesorgt. Die Dogmen aus Antike, Altertum und Mittelalter wurden beseitigt, nun ist es an der Zeit den dahinter verborgenen, den durch Vorstellungen verstellten Geist wieder zu erwecken. Nicht nur den des einzelnen Menschen, sondern den der gesamten Menschheit.
- Der Mensch schuf Gott nach seinem Bilde.
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Dieser sechste Satz stammt von Ludwig Feuerbach. In der Bibel steht der Satz „Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde“. Diese beiden Sätze sind ein guter Test. Menschen, deren Geist nicht völlig schläft, erkennen nach längerem Wirken, dass beide Sätze richtig sind. Es handelt sich dabei nicht um logische Schlussfolgerungen. Geistlose Menschen erhalten nach der gründlichen Zeit des Nachdenkens keinerlei Harmonie zwischen diesen Sätzen. Sie lehnen entweder den einen oder den anderen Satz ab. Und dies aus logischen Erwägungen oder fanatischer Bindung an fremde Vorstellungen, denn sie haben keinen Geist, der ihnen aus dem Herzen die Antwort geben könnte. Der Geist braucht nicht „Denken“, er braucht nur das „Wirken“. Er kann den Verstand beauftragen während dieses Wirkens zu ermitteln, das Thema zu erarbeiten und verschiedene Vorstellungen gegeneinander abzuwägen. Danach entscheidet jedoch wieder das Herz. Diesen Test kann man über Jahre hinweg machen. Wichtig dabei: Es geht dabei nicht um Wahrheit. Auch den Unterschied zwischen „richtig“ und „wahr“ kann nur ein wacher Geist erkennen.
- Phantasie ist niemals fanatisch.
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Dieser siebte Satz dient uns als Instrument. Man kann sich damit jederzeit selbst überprüfen. Schon der geringste Ansatz von Fanatismus zeugt vom Verstellen des Geistes durch den Verstand. Voraussetzung für die Nutzung dieses Instruments ist eine vorherige Klärung des eigenen Willens. Ist man überhaupt gewillt, dem heutigen Massenverhalten zu entfliehen?
Das Wort „FAN“ ist nur eine Abkürzung von „Fanatiker“ und in dieser verkürzten Form sehr populär. Fast jeder möchte heutzutage ein Fan von irgendwem oder irgendwas sein. Das ist das Verhalten der Geistlosen. Dem zu entfliehen ist Voraussetzung um das Instrument des siebten Satzes zu nutzen.
Jedoch Vorsicht: Man kann auch der Täuschung unterliegen, Phantasie zu haben und diese Täuschung sogar fanatisch verteidigen. Viele verwechseln Phantasie mit Vorstellungskraft.
Das ist das Teuflische am Verstand, er kann täuschend echt die edelsten Charakterzüge des Menschen simulieren. Heutige Schauspieler können die Seele eines Menschen berühren, wie dies sonst nur der Geist vermag. Diese erzeugte Rührseligkeit von echten Emotionen zu unterscheiden ist ebenfalls Voraussetzung, um dieses Instrument zu nutzen. Anfangs sollte man jegliche Emotion, die man durch Konsum von Musik oder anderer Kunst verspürt, immer dem Fanatismus zurechnen. So ist man auf der sicheren Seite. Erst wenn man die eigenen Emotionen klar zuordnen kann, wagt man sich an jene, die künstlich erzeugt wurden.
- Empfindungen sind keine Gefühle.
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Damit sind wir beim achten Satz. Damit sind wir bei der Seele des Menschen. Sowohl der Geist als auch der Verstand kann Emotionen hervorrufen. Dem gehen immer Empfindungen oder Gefühle voraus. Empfinden bedeutet wörtlich „Etwas in sich finden“. Gefühle kommen immer von außerhalb oder vom physischen Körper. Auch das wird heute ständig verwechselt oder gleichgestellt. Es ist jedoch essentiell, zu wissen, ob man empfindet oder fühlt. Erst danach kommt es zur Emotion. Diese Emotion wird noch gefiltert, danach erfolgt das konkrete Verhalten des Menschen oder auch eines Tieres. Damit ist, in sehr verkürzter Form, das gesamte Seelenleben beschrieben und definiert.
Zum besseren Verständnis das Ganze nochmal bei Tieren.
Zuerst der Weg des Empfindens:- Der Geist löst direkt in der Seele ein Empfinden aus. Zum Beispiel den Wunsch zur Paarung. Das Tier findet dies in sich und ist dem völlig ausgeliefert.
- Ein möglicher Partner löst dann eine sofortige Emotion aus.
- Die Emotion wird noch von der Vernunft gefiltert, bevor es zum Verhalten kommt. Die Vernunft besteht aus der Wahrnehmung der Bedingungen und der Anpassung der Emotion an die Bedingungen.
- Der Verstand ist hier immer nur Gehilfe des Geistes. Er arbeitet mit der Vernunft eng zusammen. Er kann beim Tier niemals die Macht über den Geist übernehmen.
Der Weg des Fühlens:
- Ein Raubtier fühlt Hunger.
- Ein Beutetier löst die sofortige Emotion aus.
- Die Vernunft passt wiederum die Emotion an, das Tier entscheidet damit sein Handeln.
- Der Verstand unterstützt den Vorgang, der Geist ist in keinster Weise beteiligt.
Tiere haben nicht immer einen eigenen innewohnenden Geist. Der übergeordnete Geist kann seine Heimstatt auch in einer ganzen Herde haben. Dieser Geist betrachtet dann die physischen Körper der gesamten Herde als seinen Körper. Sein physischer Körper besteht aus einer Mehrzahl von Einzeltieren. Besonders bei Insekten ist dies sehr deutlich zu sehen.
Eine gute Trainingsmöglichkeit ist der Versuch, seine Phantasie in einen solchen Geist zu verlagern. Der Mensch ist in der Lage solche Geister zu ersetzen, was er durch die Domestizierung zahlreicher Tiere bewiesen hat. Geistlosen Menschen gelingt dieser Versuch nur stümperhaft oder die Tiere werden gewaltsam zu Maschinen degradiert.
- Es gibt auch eine seelische Evolution.
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Der neunte Satz ist etwas völlig Unbekanntes in der heutigen Zeit. „Entstehung der Arten“ hieß die Theorie, die Charles Darwin zum Beginn der sogenannten „Aufklärung“ veröffentlichte. Heute ist dies keine Theorie mehr. Nur einige Fanatiker bestreiten noch immer diese „Evolutionstheorie“, wie sie immer noch heißt. Bewiesen wurde diese Theorie durch Fakten aus dem Fachbereich der Genetiker. Allerdings wäre Darwin niemals auf den Gedanken gekommen, Gott deswegen in Frage zu stellen. Er wies sogar oft darauf hin, dass dies auf Beobachtungen der göttlichen Ordnung beruhe. Nicht so seine Nachfolger, welche darin einen Beweis für die Nichtexistenz der göttlichen Welt sehen.
Darum weiß heute auch niemand mehr, dass es auch eine höhere Evolution gibt. Die Evolution der Seele. Keine Seele in der göttlichen Ordnung geht verloren. Auch wenn eine Tierart ausstirbt, werden die Seelen dieser Tiere in neuen Arten wiedergeboren. So besteht eine menschliche Seele aus uralten Tierseelen, einem Zusammenschluss, der in einer menschlichen Seele mündet.
Der menschliche Körper ist genetisch eindeutig eine Evolution von Primaten. Die menschliche Seele ist jedoch mit dem Hund viel enger verwandt als mit dem Affen. Genauso wie der Körper der Seele als Heimstatt dient, so dient die Seele dem Geist als Heimstatt. Beides immer nur auf begrenzte Zeit. Zur Wiedergeburt auf Erden erhält jeder Geist seine gereinigte Seele und einen völlig neuen Körper.
- Es gibt keine Trennung von Staat und Religion.
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Dieser zehnte Satz lässt uns deutlich das Primat des Geistes erkennen. Alles vollzieht sich zuerst in der geistigen Welt, erst danach wirken sich diese Geschehnisse in unserer Dualität aus. Dieser Satz zeigt uns deutlich, dass die Politik nur eine Folge des Geistlichen ist.
Der heutige Glaube ist bloß deswegen keine Religion, weil dieser Glaube gottlos ist und deswegen nicht als Religion bezeichnet wird. Trotzdem trägt der Glaube an die „Naturwissenschaft“ alle Merkmale einer Religion in sich. Betrachtet man diesen Glauben als Religion, so wird auch schnell deutlich, dass es die Trennung von Staat und Religion nicht gibt.
- Es gibt einen Zusammenhang zwischen Polarität und Dualität.
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In unserer dualen Welt kann ein materieller Körper nicht den gleichen Raum einnehmen, den schon ein anderer Körper besetzt. Das wird als Dualität bezeichnet. In den anderen Welten ist dies nicht so. Dort gibt es diese Dualität nicht oder nicht auf diese Weise.
Ganz anders verhält es sich mit der Polarität. Die Polarität ist nur auf der höchsten Ebene nicht vorhanden. Das ist die Ebene ohne jeglichen Raum und ohne jegliche Zeit. Es ist das „Nichts“, das gleichzeitig das „Alles“ ist. Für den Verstand ein völliges Paradoxon.
Zeit und Raum entsteht erst durch den Ursprung von Polarität. Ebenso verschwindet sowohl die Zeit, als auch der Raum durch Entpolarisierung.
In östlichen Philosophien wird die höchste Ebene als „Nirwana“ bezeichnet. Es gibt dort kein Individuum, oder personifiziert betrachtet, es gibt dort nur ein Individuum. Dieses Individuum bezeichnen wir als „Gott“.
Wird etwas oder jemand in die Zeit geboren, so ist das der Ursprung. Es gibt dabei immer mindestens 2 gegensätzliche Pole. Das ist die Polarität. Je höher die Spannung zwischen den beiden Polen ist, desto gewaltiger ist das, oder der/die, Geborene. Man sollte dies jedoch nicht mit der Geburt von Lebewesen auf unserer Erde verwechseln, denn das ist nur das Sichtbarwerden auf Erden. Von Geburt spricht man deshalb, weil es nichts gibt, das nicht lebt. Sogenannte „Tote Materie“ gibt es nicht. Das ist eine typische, auf den Verstand bezogene Bezeichnung, denn der Verstand ist nur für die physische Welt zuständig.
Die beiden Pole sind zueinander unvereinbar. Das Schwanken der Spannung zwischen den Polen erzeugt die Zeit. Ein regelmäßiges Schwanken macht diese Zeit messbar und wird von uns als „Harmonie“ bezeichnet.
Zum besseren Verständnis betrachten wir das komplexeste System aus verschiedensten Polaritäten. Den Menschen. Alles an ihm ist polar. Er ist weder völlig männlich, noch völlig weiblich. Er ist weder völlig gut, noch ist er völlig böse. Am wirksamsten kann der menschliche Geist sich in der Dualität entwickeln, denn nur dort kann er einem Pol ungestört Zeit einräumen. Er kann wählen, wie viel Zeit er der Unvereinbarkeit widmet, wann er sich dem einem Pol nähert, wann er sich dem anderen Pol nähert. Durch Umschalten von Polaritäten kann er Spannungen verringern und er kann so Polaritäten auch völlig auflösen. All das funktioniert am besten in der grobstofflichen Dualität. In feinstofflicheren Sphären funktioniert dies immer schlechter, weil Zeit und Raum immer diffuser werden.
- Sexualität kann dem Geist helfen, zu erwachen.
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Der zwölfte und letzte Satz befasst sich mit der Sexualität des Menschen. Am ehesten kann der heutige Mensch geistig erwachen, indem er seine erotischen Empfindungen als solche erkennt und damit seinen Geist bewusst erlebt. Aber auch dabei muss man sich vorher willentlich dazu entscheiden. Es geht dabei um die Annahme der echten Empfindungen, das setzt eine gewisse Demut voraus. Außerdem braucht man anschließend den Mut, das Gefundene auch zu leben.
Eng verbunden mit der Sexualität ist immer das Karma jedes Menschen. Es gibt keine unschuldigen Kinder, jeder Mensch wird mit Belastungen aus seinen früheren Leben in sein neues Leben geboren. Auch das findet man in den meisten Religionen in aller Deutlichkeit. Die christliche Theologie widmet der Erbsünde nur wenig Raum. Darum ist es besser, die fernöstlichen Quellen zu studieren, dort ist die Lehre vom Karma viel ausführlicher überliefert.
Im Normalfall wird ein Mensch mit starker Schuldbelastung aus dem Vorleben mit einem weiblichen Körper geboren. Dies ist keine Diskriminierung, sondern die göttliche Gerechtigkeit. Weiblich deshalb, weil das Weibliche das hinnehmende Prinzip ist. Dieser Normalfall ist jedoch nicht als Ideal zu sehen, es ist lediglich ein statistischer Wert ohne Wertung. Die Mehrheit der Bevölkerung wird eben gemäß dem Normalfall geboren. Bei schlechtem Karma als Frau, bei gutem Karma als Mann.
Allerdings tritt bei mindestens 30% der Normalfall nicht zu, denn der Vorgang ist viel komplexer. Oft ist nur der Körper männlich, die Seele jedoch weiblich oder umgekehrt. Sehr oft ist das Karma ausgeglichen und die Sexualität spielt im Leben eine untergeordnete Rolle. Es gibt die unterschiedlichsten Ausprägungen.
Ein weiterer Faktor ist das Alter der Seele. In der geistigen Welt hat diese Bezeichnung nichts mit dem Lebensalter eines Menschen zu tun, sondern es bezeichnet den geistigen Entwicklungsstand. Alte Seelen wechseln das Geschlecht auch aus einem anderen Grund, sie beginnen die Spannung der Polarität zwischen männlich und weiblich zu verringern. Sie entpolarisieren diesen Bereich ihrer Seele, daher gibt es viel mehr homosexuelle Menschen unter alten Seelen als unter jungen Seelen.
Um den eigenen Geist wieder zu erwecken muss man all dies in Erwägung ziehen, alles zulassen was man in sich findet und anschließend mutig, das Gefundene in die Tat umsetzen.
Eine nicht zu unterschätzende Gefahr besteht darin, dass der Verstand auch hierbei Einfluss nehmen kann. Sehr viele verfallen in eine Sucht, weil sie ihre echten Empfindungen nicht erwarten können und den Verstand benutzen um die gewünschten Empfindungen zu provozieren. Dies sind dann keine Empfindungen. Es sind immer nur Gefühle, die der Verstand hervorrufen kann. Dadurch erreicht man genau das Gegenteil seiner Bemühungen, man verstellt sich den Geist auch in diesem Bereich und verfällt in eine perverse Geistlosigkeit.
Es gibt zwei weitere gute Tests, um die Wachheit des Geistes zu erkennen.
1. Es entsteht ein Unbehagen, das sich bis zur Wut steigern kann, wenn man diese Seite liest. Die Intensität ist ein Gradmesser. Je stärker, desto mehr verstellt der Verstand den Geist. Ursächlich für diese Emotion ist immer der Verstand. Man nennt dies den „Rumpelstilzchentest“. Dies deshalb, weil in diesem Märchen das wütende Männchen für immer verschwindet, nachdem es erkannt wurde. Dieses Märchen behandelt das Erwachen des Geistes.
2. Der Morgen/Abend – Test.
Hier geht es um gewagte Vorhaben und deren Umsetzung. Geistlose Menschen werden am Abend immer mutiger. Sie können sich nachts alles mögliche ausmalen. Dabei werden sie sich immer sicherer, dass sie das Vorhaben am nächsten Tag auch umsetzen werden. Die Zweifel werden vor dem Schlaf weniger. Nach dem Erwachen ist jedoch alles anders und der Mut ist völlig verschwunden. Die neu erweckten Zweifel verhindern die Umsetzung.
Beim geistreichen Menschen ist dies genau umgekehrt. Sein Mut ist nach dem Schlaf größer als am Abend.