So sieht das biblische Laodizea heute aus. Es ist nicht wirklich eine Reise wert.

In biblischer Zeit war Laodizea die reichste unter den 7 Gemeinden. Sie war ein Zentrum der Finanz, der Textilindustrie, des Tourismus und der Heilkunst. Die Parallele zur heutigen Zeit ist unverkennbar.
Medizinisch war Laodizea vor allem wegen der Augenheilkunst berühmt. Damals gab es keine Sehhilfen, wie wir sie heute kennen, darum war der Verlust der Sehschärfe ein viel größeres Problem. Die „Augensalbe“ wird im Bibelvers auch ausdrücklich erwähnt. Diese Salbe ist im übertragenen Sinn heute am allernotwendigsten.
Off 3,14-22:
Und dem Engel der Versammlung in Laodizea schreibe: Dieses sagt der Amen, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes: Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch warm bist. Ach, dass du kalt oder warm wärest! So, weil du lau bist und weder warm noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Mund. Weil du sagst: Ich bin reich und bin reich geworden und bedarf nichts – und du weißt nicht, dass du der Elende und Jämmerliche und arm und blind und nackt bist –, rate ich dir, Gold von mir zu kaufen, geläutert im Feuer, damit du reich wirst; und weiße Kleider, damit du bekleidet wirst und die Schande deiner Blöße nicht offenbar wird; und Augensalbe, um deine Augen zu salben, damit du sehen kannst. Ich überführe und züchtige, so viele ich liebe. Sei nun eifrig und tu Buße! Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe an; wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, zu dem werde ich hineingehen und das Abendbrot mit ihm essen, und er mit mir. Wer überwindet, dem werde ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden und mich mit meinem Vater gesetzt habe auf seinen Thron. Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Versammlungen sagt.
Laodizea ist die letzte der 7 Gemeinden. Darum wird sie immer wieder als Endzeitgemeinde bezeichnet. Versucht man, die Bibel nicht nur zu verstehen, sondern auch zu begreifen, dann findet man Parallelen zu anderen Bibelstellen, die die Endzeit beschreiben. Eine dieser Stellen ist „Das Weib im Epha“ bei Sacharja.
Die „Bosheit“ oder „Gottlosigkeit“, die in dem Epha sitzt, ist noch ziemlich eindeutig zu verstehen. Begreifen muss man aber, dass der „Bleideckel“ nicht ein Gefängnis oder ähnliches symbolisiert, sondern ein „Geheimnis“. Die Parallele ist das Wort das die „Hure Babylon“ auf der Stirn geschrieben hat. Am wichtigsten ist jedoch das Epha selbst. Es symbolisiert nicht nur den „Handel mit Getreide“ wie manche Ausleger immer wieder behaupten. Es ist vor allem anderen ein Maß zum Messen und symbolisiert die Maßregeln, die vom „geheimen“ Inhalt des Epha ausgehen. Die Parallele ist die „geheime“ Seite der „Hure Babylon“. Diese „geheime“ Seite ist ebenfalls völlig gottlos und erzeugt das „Bild des Tieres“.
Die „fliegende Buchrolle“, ebenfalls in Sacharja 5, hat ihre Parallele zur Gemeinde Philadelphia. Diese Gemeinde folgte auf die Gemeinde „Smyrna“ der Reformation und verbreitete die Bibel in atemberaubenden Tempo über die ganze Welt.
Für uns ist heutzutage wichtig zu begreifen, dass die Gemeinde Philadelphia schon Vergangenheit ist. Wir können nicht zurück nach Philadelphia. Wir können höchstens den Geist dieser Gemeinde wieder suchen, als Hilfe um die verlangte Buße in der Gemeinde Laodizea endlich zu beginnen.
Dieser Artikel ist ein kleiner Tropfen der „Augensalbe“. Wir brauchen davon noch viel mehr. Nur so können wir die geheime Gottlosigkeit im Epha und auch das „Geheimnis“ auf der Stirn der „Hure Babylon“ begreifen. Verstehen können wir aber beispielsweise das „Land Sinear“ in dem das Epha abgesetzt wird. Es ist nichts anderes als ein anderer Name für „Babylon“. Dieses Babylon wird jedoch symbolisch, im übertragenen Sinn gebraucht. Das müssen wir wiederum begreifen und nicht nur verstehen.
Ebenso begreifen müssen wir, was es heißt, wenn etwas „auf die Stirn“ geschrieben ist. Nur dann können wir auch das „Malzeichen auf der Stirn“ und das „Malzeichen auf der rechten Hand“ begreifen. Der nächste Schritt zum Begreifen ist, dass dieses „Haus Sinear“ oder „Babylon“ diese Welt bereits regiert und mit dem „Bild des Tieres“ immer rigoroser regiert. Wir sitzen mitten in diesem Haus SATANs. Wenn jemand kein „Malzeichen an der Hand“ hat, dann lebt er auf der Straße. Er kann „weder kaufen noch verkaufen“, weil er weder Geld noch Beruf hat. Hat jemand Beruf und Geld, dann arbeitet er/sie in irgend einer Weise für Satans Haus. Er hat dann zumindest das Malzeichen an der Hand. Glaubt er auch noch an das Lügengebäude der Neuzeit, dann hat er es auch an der Stirn.
Schon mit den ersten Reformatoren gab es Versuche, diese Malzeichen abzuschütteln. Menno Simons (1496–1561) war einer der ersten. Seine Mennoniten gibt es heute noch. Am bekanntesten sind wohl heute die Aimisch People in den USA. Das Problem all dieser Bewegungen ist das „Öl für die Lampen“. Sie füllen alle kein „neues Öl“ in ihre Lampen und schlafen ein.
Der einzelne Gläubige ist wohl am besten beraten, wenn er/sie sich vom „Malzeichen an der Stirn“ völlig befreit. Dazu sind noch einige Tropfen „Augensalbe“ notwendig. Das „Malzeichen an der Hand“ lässt sich relativ rasch abschütteln, wenn man „Neues ÖL“ vorrätig hat. Dann versäumt er/sie auch nicht das Fest, wenn der Bräutigam kommt.